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Schreiben, Foto und Video

Wie erkenne ich ein gefälschtes oder bearbeitetes Foto?

  • Für Kinder und Erwachsene
  • Was tun?
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Nicht jedes bearbeitete Foto ist eine Fälschung: Zuschneiden, Aufhellen oder rote Augen entfernen ist erlaubt, die Geschichte bleibt wahr. Manipuliert ist ein Foto, wenn etwas Falsches hineingemacht wurde oder ein echtes Bild in einen falschen Zusammenhang gestellt wird. Am zuverlässigsten ist die Frage nach der Quelle; eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt, wo das Bild schon vorkommt.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Foto machen und bearbeiten»

Bearbeitet oder manipuliert – was ist der Unterschied?

  • Bearbeitet heisst: schöner gemacht. Du schneidest unwichtige Ränder weg, machst das Bild etwas heller oder entfernst bei der Retusche einen Fleck oder rote Augen vom Blitz. Das Foto erzählt danach immer noch die Wahrheit.
  • Manipuliert heisst: Etwas Falsches wurde hineingemacht, zum Beispiel ein Hai im Hallenbad. Das täuscht andere.
  • Auch ein echtes Foto kann lügen: Es kann alt sein, aus einem anderen Land stammen oder aus dem Zusammenhang gerissen sein – etwa ein Bild von einem Sturm vor zehn Jahren, das als «heute» verbreitet wird.
  • Und manche Bilder hat nie eine Kamera gesehen: Eine KI kann Bilder erfinden, die echt aussehen.

Woran kann man ein gefälschtes Foto erkennen?

Manchmal verrät sich eine Fälschung im Bild selbst. Die Plattform Jugend und Medien nennt unscharfe Bereiche, seltsames Licht, fehlende Schatten oder eine unrealistische Perspektive als Warnzeichen. Auch zu starkes Bearbeiten fällt auf: Mit zu viel Farbe wird die Wiese neongrün und das Bild sieht unecht aus. Aber Vorsicht: Früher verrieten sich KI-Bilder durch seltsame Hände oder krumme Schrift. Die Programme werden besser, und diese Fehler verschwinden. Wer nur nach Fehlern sucht, wird darum immer öfter getäuscht.

Warum ist die Quelle wichtiger als die Fehlersuche?

Die beste Frage ist: Wer hat das Bild zuerst gezeigt? Eine Zeitung, ein Museum, ein bekannter Kanal – oder ein unbekanntes Konto ohne Namen? Prüf auch, ob andere vertrauenswürdige Seiten dasselbe zeigen. Viele Plattformen zeigen einen Hinweis, wenn etwas mit KI gemacht ist. Aber kein Hinweis heisst nicht automatisch «echt», denn Hinweise lassen sich entfernen.

Wie funktioniert eine Bilder-Rückwärtssuche?

Bei einer Rückwärtssuche suchst du nicht mit Wörtern, sondern mit dem Bild selbst. Kinder machen das zusammen mit Mama oder Papa. Bei Google geht es so:

  1. Auf google.com auf das Symbol «Suche anhand von Bildern» tippen.
  2. Das Bild hochladen oder den Link des Bildes einfügen. Im Browser Chrome geht auch: mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken und «Mit Google Lens suchen» wählen.
  3. Die Treffer anschauen: Die Suche zeigt Webseiten, auf denen das Bild oder ein ähnliches Bild schon vorkommt.
  4. Fragen: Taucht das Bild schon früher oder in einer ganz anderen Geschichte auf? Dann wird es gerade in einen falschen Zusammenhang gestellt.
  5. Im Zweifel nicht teilen. Auch ein Faktencheck kann helfen.

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «Foto machen und bearbeiten», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Heller, dunkler, bunter

    Mit Schiebereglern machst du ein Foto heller oder dunkler und die Farben kräftiger. Aber Vorsicht: Zu viel davon, und das Bild sieht unecht aus.

    Bipo: Ein bisschen reicht. Sonst wird die Wiese neongrün!

  • Kleine Fehler wegzaubern

    Bei der Retusche entfernst du kleine Fehler, zum Beispiel einen Fleck oder rote Augen vom Blitz. Das Foto erzählt danach immer noch die Wahrheit.

    Bipo: Ein Krümel auf der Linse? Wegpinseln erlaubt!

  • Bearbeitet oder manipuliert?

    Bearbeitet heisst: schöner gemacht, die Geschichte bleibt wahr. Manipuliert heisst: etwas Falsches hineingemacht, zum Beispiel ein Hai im Hallenbad. Das täuscht andere.

    Bipo: Ein Hai im Hallenbad? Da schwimme ich lieber nicht!

MerkeGutes Licht, ruhige Hände, dann zuschneiden und vorsichtig aufhellen. Bearbeiten ist erlaubt, andere täuschen nicht.

Wichtige Begriffe

Zuschneiden
Unwichtige Ränder eines Fotos wegschneiden, wie mit einer Schere, damit das Wichtigste gross in der Mitte steht.
Retusche
Kleine Fehler aus einem Foto entfernen, zum Beispiel einen Fleck oder rote Augen. Das Foto bleibt wahr.
manipuliert
Ein Foto, in das etwas Falsches hineingemacht wurde, um andere zu täuschen.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Welches Foto ist manipuliert?

    Lösung zeigen

    Ein Hai im Hallenbad – Den Hai gab es nie. Das täuscht andere.

  2. 2. Was macht man beim Zuschneiden?

    Lösung zeigen

    Ränder wegschneiden – So steht das Wichtigste in der Mitte.

  3. 3. Die Sonne steht hinter deinem Freund. Was passiert?

    Lösung zeigen

    Er wird dunkel wie ein Schatten – Das Licht soll von vorne oder von der Seite kommen.

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Die Lektion dazu

«Foto machen und bearbeiten»

Lektion 2 von 11 aus der Welt «Medien-Macher»

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Mehr dazu im Spiel: «Wahr oder falsch?» · «Echt oder KI?»

Verwandte Fragen

Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.1.3.c Medien zum Erstellen und Präsentieren einsetzen – Das Kind gestaltet mit Medien eigene Arbeiten wie Plakat, Hörspiel oder Video und stellt sie vor.
  • AK.3 Produktion und Präsentation – Mit Programmen Texte, Tabellen, Präsentationen, Bilder, Töne und Videos machen und zeigen.
  • MI.1.3.g Medienbeiträge unter Beachtung der Rechtslage herstellen – Das Kind macht Beiträge mit eigenen und fremden Inhalten und hält sich an Recht und Sicherheitsregeln.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 7-2 «Foto machen und bearbeiten» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

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