Die kurze Antwort
Weltweit sind fast drei von vier Menschen online, aber rund 2,2 Milliarden sind es nicht. Die Gründe: Gerät und Internet kosten Geld, in abgelegenen Gegenden fehlen Antenne und Kabel, und manche Menschen haben nie gelernt, wie es geht. Diese Lücke heisst digitaler Graben – auch in der Schweiz ist ein Teil der älteren Menschen nicht online.
Geprüft am 25.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Bonus: Nicht alle sind online»
Was ist der digitale Graben?
Mit «digitaler Graben» (auch «digitale Kluft») ist die Lücke gemeint zwischen Menschen, die das Internet nutzen, und Menschen, die es nicht nutzen. Das Bild passt: Auf der einen Seite des Grabens kann man Nachrichten lesen, mit der Familie per Video sprechen, Rechnungen bezahlen oder Termine buchen. Auf der anderen Seite geht das nicht oder nur mit Hilfe.
- Weltweit sind laut der Internationalen Fernmeldeunion ITU (Bericht «Facts and Figures 2025») fast drei Viertel der Menschen online.
- Rund 2,2 Milliarden Menschen sind es nicht – also ungefähr jeder vierte Mensch auf der Welt.
- Die meisten von ihnen leben in Ländern mit tiefem oder mittlerem Einkommen. Auch zwischen Stadt und Land gibt es noch einen Unterschied, er wird aber kleiner.
Warum sind Menschen nicht online?
- Es kostet Geld: Ein Gerät und das Internet müssen bezahlt werden. Nicht jede Familie kann das. Manchmal teilen sich viele Geschwister ein einziges altes Handy. Die ITU stellt fest, dass es beim Preis und bei der Qualität des Internets weiterhin Unterschiede gibt.
- Es ist zu weit weg: In vielen Dörfern in den Bergen, im Urwald oder in der Wüste gibt es keine Antenne und kein Kabel. Dort ist das Internet sehr langsam oder gar nicht da.
- Es wurde nie gelernt: Manche Menschen haben ein Gerät, wissen aber nicht, wie es geht. Viele Grosseltern haben es nie gelernt. Oder die Schrift ist zu klein, und die Augen sind müde.
Gibt es den digitalen Graben auch in der Schweiz?
Ja, aber er ist kleiner als in vielen anderen Ländern. Laut Bundesamt für Statistik nutzen in der Schweiz 98 Prozent der Bevölkerung regelmässig das Internet, mindestens einmal pro Woche (2025). Der Durchschnitt in Europa liegt bei 93 Prozent. Der Graben verläuft in der Schweiz vor allem entlang des Alters.
- Bei den Menschen ab 65 Jahren ist die Internetnutzung stark gestiegen: von 38 Prozent im Jahr 2010 auf 89 Prozent im Jahr 2025 (Studie «Digital Seniors 2025» von Pro Senectute).
- Etwa 11 Prozent der Menschen ab 65 sind offline, besonders Menschen über 85.
- Als Gründe nennen sie: Sie sehen keinen Nutzen für sich, die digitale Welt ist ihnen zu kompliziert, oder Zeitung, Radio und Fernsehen genügen ihnen.
Was hilft über den Graben?
Es gibt viele Brücken über den digitalen Graben – grosse und kleine:
- Bibliotheken mit Gratis-Computern: Dort kann jede und jeder ins Netz, auch ohne eigenes Gerät.
- Kurse für ältere Menschen: Dort lernt man Schritt für Schritt Handy, Tablet und Computer.
- Alte Laptops weiterschenken: Ein Gerät, das zu Hause herumliegt, kann jemand anderem den Weg ins Netz öffnen.
- Satelliten: Sie verbinden abgelegene Orte, wo kein Kabel und keine Antenne hinkommt.
- Geduldige Menschen: Wer jemandem ruhig zeigt, wie ein Videoanruf geht, baut die wichtigste Brücke.
Warum soll es Wichtiges auch auf Papier geben?
Weil nicht alle online sind, gibt es Medien auf Papier, im Radio und im Netz. Wichtige Informationen – etwa von Gemeinde, Arztpraxis oder Verein – sollten darum nicht nur im Internet stehen. Wer einen Anlass plant, eine Einladung verschickt oder eine Regel bekannt macht, kann sich fragen: Erreicht das auch die Menschen ohne Internet? Ein Aushang, ein Brief oder ein Anruf schliesst niemanden aus.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Bonus: Nicht alle sind online», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Der digitale Graben
Etwa drei von vier Menschen auf der Welt sind online. Jeder Vierte ist es nicht. Diese Lücke heisst digitaler Graben, wie ein Graben zwischen zwei Feldern.
Bipo: Über zwei Milliarden Menschen ohne Internet. Das sind viele!
Grund 1: Es kostet Geld
Ein Gerät und das Internet kosten Geld. Nicht jede Familie kann das bezahlen. Manchmal teilen sich viele Geschwister ein einziges altes Handy.
Bipo: Ein Handy für fünf Kinder? Da muss man gut teilen.
Grund 2: Weit weg
In vielen Dörfern in den Bergen, im Urwald oder in der Wüste gibt es keine Antenne und kein Kabel. Dort ist das Internet sehr langsam oder gar nicht da.
Bipo: Ohne Antenne kommt kein einziges Bit an.
Gut zu wissen
Weltweit sind rund 2,2 Milliarden Menschen nicht online. In der Schweiz sind es vor allem ältere Menschen – von den über 65-Jährigen ist gut jede und jeder Zehnte offline.
MerkeNicht alle sind online: wegen Geld, weil sie weit weg wohnen oder weil sie es nie gelernt haben. Du kannst Brücken bauen.
Wichtige Begriffe
- online
- Mit dem Internet verbunden sein – über das WLAN zu Hause, das Handynetz oder einen Computer in der Bibliothek.
- digitaler Graben
- Die Lücke zwischen Menschen, die das Internet nutzen, und Menschen, die es nicht nutzen können oder wollen.
- Brücke
- Alles, was Menschen über den digitalen Graben hilft: Gratis-Computer, Kurse, weitergeschenkte Geräte, Satelliten oder geduldige Hilfe aus der Familie.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Wie viele Menschen auf der Welt sind ungefähr nicht online?
Lösung zeigen
Etwa jeder Vierte – Über zwei Milliarden Menschen.
2. Was ist ein Grund, warum jemand nicht online ist?
Lösung zeigen
Gerät und Internet kosten Geld – Nicht jede Familie kann das bezahlen.
3. Warum ist das Internet in manchen Dörfern sehr langsam?
Lösung zeigen
Weil dort keine Antenne und kein Kabel ist – Ohne Antenne und Kabel kommt nichts an.
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Quellen und Hilfe
- ITU: Facts and Figures 2025 (wie viele Menschen online sind)
- Bundesamt für Statistik: Internetnutzung
- Pro Senectute: Studie «Digital Seniors 2025»
- Pro Senectute: Digitalisierung – Tipps, Kurse und Infoline
Geprüft am 25.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 21-7 «Bonus: Nicht alle sind online» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten