Die kurze Antwort
Wer aufs Handy schaut, bekommt einen Tunnelblick und übersieht Autos, Velos und Trams – in einem bekannten Versuch bemerkte nur etwa jeder Vierte, der beim Gehen telefonierte, einen Clown auf dem Einrad. Laut der BFU sind Unaufmerksamkeit und Ablenkung die häufigsten Unfallursachen im Strassenverkehr, auch zu Fuss und auf dem Velo. Darum gilt am Strassenrand: Handy in die Tasche, stehen, schauen, hören, gehen.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Kopf hoch!»
Was ist der Tunnelblick?
Schaut man beim Gehen aufs Handy, sieht der Kopf fast nur noch den kleinen Bildschirm. Alles rundherum verschwimmt wie in einem Tunnel. Forschende liessen einmal einen Clown auf einem Einrad über einen Platz fahren: Von den Leuten, die dabei telefonierten, bemerkte ihn nur etwa jeder Vierte. Was für einen Clown gilt, gilt erst recht für ein Auto, das um die Ecke biegt. Kinder, die mit dem Handy beschäftigt sind, schauen zudem weniger nach links und rechts.
Warum sind Kopfhörer unterwegs gefährlich?
Mit lauten Kopfhörern hört man kein Auto, kein Velo und keine Klingel. Elektroautos sind ohnehin fast lautlos. Laut der BFU führen Telefonieren und besonders lautes Musikhören dazu, dass man Geräusche, die vor Gefahren warnen könnten, nicht mehr hört. Darum bleiben die Ohren unterwegs frei – oder die Musik bleibt in der Tasche, bis man im Bus sitzt.
Was soll mein Kind an der Strasse tun?
- Vor dem Überqueren: Handy in die Tasche, Kopf hoch.
- Am Strassenrand stehen bleiben.
- Nach links und rechts schauen und gut hinhören.
- Erst gehen, wenn alles frei ist oder die Fahrzeuge stehen.
- Muss man unterwegs etwas lesen oder schreiben: zur Seite gehen und stehen bleiben. Fertig? Handy in die Tasche und weiter.
Gilt das auch auf dem Velo und im Auto?
Ja. Die BFU sagt «Hände weg von Handy, Navi und Co.» – egal ob am Steuer, zu Fuss oder auf dem Velo. Wer am Steuer abgelenkt ist, reagiert laut BFU im Durchschnitt um ein Drittel langsamer. Bei drei Sekunden Reaktionszeit legt ein Auto auf der Autobahn etwa 100 Meter zurück, bevor überhaupt gebremst wird. Für Eltern heisst das auch: Kinder machen nach, was Erwachsene tun. Wer selbst am Zebrastreifen das Handy einsteckt, ist das beste Vorbild.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Kopf hoch!», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Der Tunnelblick
Schaust du beim Gehen aufs Handy, sieht dein Kopf fast nur noch den kleinen Bildschirm. Alles rundherum verschwimmt wie in einem Tunnel. Das heisst Tunnelblick.
Bipo: Ein Tunnel ohne Ausgang? Kopf hoch, schon ist er weg!
Der Clown auf dem Einrad
Forschende liessen einen Clown auf einem Einrad über einen Platz fahren. Von den Leuten, die dabei telefonierten, bemerkte ihn nur etwa jeder Vierte!
Bipo: Ein Clown! Und so viele haben ihn verpasst.
Stehen, schauen, hören, gehen
Am Strassenrand bleibst du stehen. Du schaust nach links und rechts und hörst gut hin. Erst wenn alles frei ist oder die Autos stehen, gehst du.
Bipo: In deinem Land gibt es dafür vielleicht einen Merkspruch.
Gut zu wissen
Auch beim Velofahren und Autofahren gilt: Hände weg vom Handy. Wer am Steuer abgelenkt ist, reagiert laut BFU im Durchschnitt um ein Drittel langsamer.
MerkeUnterwegs gilt: Kopf hoch und Handy in die Tasche. Am Strassenrand stehen, schauen, hören, gehen. Musst du ans Handy, gehst du zur Seite und bleibst stehen.
Wichtige Begriffe
- Tunnelblick
- Wer aufs Handy schaut, sieht fast nur noch den Bildschirm. Alles rundherum verschwimmt wie in einem Tunnel.
- Zebrastreifen
- Der gestreifte Übergang über die Strasse. Davor kommt das Handy in die Tasche.
- Kopf hoch
- Die Regel für unterwegs: Augen auf die Strasse, Ohren frei, das Handy wartet.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Was passiert, wenn du beim Gehen aufs Handy schaust?
Lösung zeigen
Du siehst fast nur noch den Bildschirm – Das heisst Tunnelblick.
2. Du kommst an einen Zebrastreifen und liest gerade eine Nachricht. Was tust du?
Lösung zeigen
Handy in die Tasche, dann schauen – Erst die Strasse, dann die Nachricht.
3. Was ist die richtige Reihenfolge am Strassenrand?
Lösung zeigen
Stehen, schauen, hören, gehen – Zuerst stehen bleiben, dann schauen und hören.
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«Kopf hoch!»
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.1.b Vor- und Nachteile medialer Erfahrungen benennen – Das Kind weiss, was an Erlebnissen über Bildschirme gut und weniger gut ist, und kann erklären, warum es Medien nutzt.
- MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
Quellen und Hilfe
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 13-9 «Kopf hoch!» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
