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Handy und Familie

Was ist Phubbing? (Handy statt Gespräch)

  • Für Kinder und Erwachsene
  • Begriff
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Phubbing heisst, jemanden zu übergehen, weil man aufs Handy schaut – zum Beispiel, wenn du etwas erzählst und dein Gegenüber dabei Nachrichten liest. Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern für Telefon («phone») und übergehen («snubbing») zusammen. Es passiert Kindern und Erwachsenen, und schon ein stilles Handy auf dem Tisch kann ein Gespräch stören.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Handy weg, Menschen da»

Warum tut Phubbing weh?

Du erzählst etwas, und der andere schaut aufs Handy. Dann fühlst du dich unwichtig, als wärst du gar nicht da. Manchmal sitzen alle am Tisch, und jeder schaut auf sein eigenes Handy. Dann ist man zusammen und trotzdem allein: Niemand erzählt, niemand hört zu. Fachleute beschreiben Phubbing als unpassenden Gebrauch des Handys, wenn andere Menschen dabei sind.

Stört schon ein Handy auf dem Tisch?

Ja. In einem Versuch unterhielten sich zwei Fremde. Lag ein Handy auf dem Tisch, fühlten sie sich danach weniger verbunden – sogar wenn es still blieb. Ein Handy kann also sogar stören, wenn es schläft. Darum gilt: Handy weg, nicht nur leise.

Was bedeutet Phubbing für Kinder, wenn Eltern am Handy sind?

Kinder brauchen Gespräche und gemeinsames Spielen mit ihren Eltern. Die Psychologin Eva Unternährer von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel erforscht, was es für Kinder heisst, wenn Eltern oft vom Handy abgelenkt sind. Wer aufs Handy konzentriert ist, spricht seltener und kürzer mit dem Kind. Internationale Studien fanden bei Kindern, die oft Phubbing erlebten, ein erhöhtes Risiko für verschiedene Verhaltensauffälligkeiten. Ihr Rat: Wenn man das Handy nutzen will, dann gemeinsam mit dem Kind – kindgerecht und so, dass man dabei miteinander redet. Ein Beispiel: den Weg in der Karten-App zusammen suchen und erklären, warum man nachschaut.

Was hilft gegen Phubbing?

  • Der Handy-Parkplatz: Beim Essen parken alle ihre Handys in einem Korb, auch die Erwachsenen. Jetzt ist Zeit zum Erzählen, Lachen und Zuhören.
  • Familienregeln für alle: handyfreie Zeiten wie beim Essen und handyfreie Orte wie das Bett. Regeln für alle, auch für die Grossen, sind fair.
  • Den echten Moment erleben: Beim Regenbogen, am Geburtstag oder beim Tor im Fussball zuerst mit den eigenen Augen schauen. Ein Foto darf danach kommen.
  • Freunde in echt treffen und draussen die Natur entdecken. Tiere bemerkst du nur, wenn du hinschaust.
  • Freundlich sagen, was dich stört: «Ich möchte dir etwas erzählen. Kannst du das Handy kurz weglegen?»

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «Handy weg, Menschen da», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Übersehen werden tut weh

    Du erzählst etwas, und der andere schaut aufs Handy. Dann fühlst du dich unwichtig. Das hat einen Namen: Phubbing. Es passiert Kindern und Erwachsenen.

    Bipo: Phubbing kommt aus dem Englischen: Telefon und übergehen.

  • Schon das Handy auf dem Tisch stört

    In einem Versuch unterhielten sich zwei Fremde. Lag ein Handy auf dem Tisch, fühlten sie sich danach weniger verbunden, sogar wenn es still blieb. Darum: Handy weg, nicht nur leise.

    Bipo: Ein Handy kann sogar stören, wenn es schläft!

  • Den echten Moment erleben

    Ein Regenbogen, ein Geburtstag, ein Tor beim Fussball: Schau zuerst mit den eigenen Augen. Ein Foto darf danach kommen. Und Freunde triffst du am besten in echt.

    Bipo: Durch den Bildschirm ist ein Regenbogen nur halb so schön.

MerkeWenn Menschen da sind, macht das Handy Pause. Schau zuerst mit den eigenen Augen. Handy-Regeln gelten für alle in der Familie.

Wichtige Begriffe

Phubbing
Jemanden übergehen, weil man aufs Handy schaut. Wer gephubbt wird, fühlt sich unwichtig.
Handy-Parkplatz
Ein Korb, in den beim Essen alle ihre Handys legen, auch die Erwachsenen.
Familienregel
Eine Abmachung, die für alle in der Familie gilt, zum Beispiel kein Handy beim Essen.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Du erzählst etwas, und der andere schaut aufs Handy. Wie heisst das?

    Lösung zeigen

    Phubbing – Man fühlt sich dann unwichtig.

  2. 2. Was zeigte der Versuch mit dem Handy auf dem Tisch?

    Lösung zeigen

    Sie fühlten sich weniger verbunden – Sogar ein stilles Handy stört.

  3. 3. Am Waldrand steht ein Reh. Was machst du zuerst?

    Lösung zeigen

    Still hinschauen – Ein Foto darf danach kommen.

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Die Lektion dazu

«Handy weg, Menschen da»

Lektion 10 von 11 aus der Welt «Handy-Profi»

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Mehr dazu im Spiel: «Kopf hoch!» · «Warum das Handy ruft»

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  • MI.1.1.b Vor- und Nachteile medialer Erfahrungen benennen – Das Kind weiss, was an Erlebnissen über Bildschirme gut und weniger gut ist, und kann erklären, warum es Medien nutzt.
  • MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 13-10 «Handy weg, Menschen da» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

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