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Umwelt, Weltraum und Geschichte

Welche Computer-Erfindungen kommen aus der Schweiz?

  • Für Kinder und Erwachsene
  • Erklärt
  • 6 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Am Forschungszentrum CERN bei Genf erfand Tim Berners-Lee 1989 das World Wide Web, also die Webseiten, wie wir sie heute kennen. 1970 stellte Niklaus Wirth an der ETH Zürich die Programmiersprache Pascal fertig, und die Firma Logitech, 1981 in der Schweiz gegründet, brachte Computermäuse in die ganze Welt. Neuer sind der Lernroboter Thymio (2011) und die offene KI Apertus (2025).

Geprüft am 28.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Erfindungen aus vielen Ländern»

Wurde das Internet in der Schweiz erfunden?

Nicht ganz – aber das Web schon. Das Internet ist das Netz, das Computer miteinander verbindet. Es begann 1969 in den USA mit dem ARPANET. Das World Wide Web ist etwas anderes: die Webseiten mit Links, die du im Browser anklickst. Das Web erfand Tim Berners-Lee am CERN, einem grossen Forschungszentrum in Europa bei Genf. Dort arbeiten Forschende aus vielen Ländern zusammen.

  • 1989: Tim Berners-Lee schlägt am CERN vor, wie Forschende auf der ganzen Welt ihr Wissen schnell und genau teilen können.
  • 1990: Am CERN läuft die erste Webseite. Am Anfang gab es genau eine – heute sind es Milliarden.
  • 1991: Die ganze Welt darf mitmachen.
  • 30. April 1993: Das CERN gibt das Web frei für alle. Niemand muss dafür bezahlen. Darum konnte es so schnell wachsen.

Was ist Pascal und wer hat es erfunden?

Pascal ist eine Programmiersprache, also eine Sprache, in der Menschen einem Computer Befehle geben. 1970 stellte Niklaus Wirth sie an der ETH Zürich fertig. Sie war zum Lernen gedacht: klar und ordentlich. Viele Jahre lernten Studierende auf der ganzen Welt damit programmieren. Ihren Namen hat sie von Blaise Pascal, der 1642 eine Rechenmaschine mit Zahnrädern baute. Niklaus Wirth erfand noch weitere Programmiersprachen, baute die ersten Personal Computer der Schweiz und bekam 1984 den Turing-Preis – einen der wichtigsten Preise der Informatik.

Kommt die Computermaus aus der Schweiz?

Erfunden hat die Maus Douglas Engelbart um 1964 – die erste war ein Holzklotz mit einem Knopf. Aber eine Schweizer Firma machte die Maus auf der ganzen Welt bekannt:

  • Logitech wurde 1981 in Lausanne gegründet.
  • Ab 1982 verkaufte die Firma Computermäuse, entwickelt an einer Hochschule in Lausanne.
  • Heute baut Logitech Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer und Kameras für Computer. Vielleicht liegt eine davon auf deinem Tisch.

Was wird heute in der Schweiz erfunden?

Heute erfinden Menschen meistens im Team, oft aus vielen Ländern zusammen. Zwei Beispiele aus der Schweiz:

  • Thymio (2011): ein kleiner Lernroboter für Schulen. Forschende der EPFL in Lausanne haben ihn zusammen mit der Kunstschule ECAL entwickelt. Mit Thymio lernen Kinder, einen Roboter zu programmieren. Sein Bauplan ist offen – alle dürfen ihn ansehen.
  • Apertus (2025): eine offene KI, die Texte schreiben und verstehen kann. Die ETH Zürich, die EPFL und das Schweizer Supercomputer-Zentrum CSCS haben sie am 2. September 2025 veröffentlicht. Sie hat Texte aus über 1'000 Sprachen gelernt, auch Schweizerdeutsch und Rätoromanisch. «Offen» heisst: Alle dürfen nachschauen, wie sie gebaut ist und womit sie gelernt hat.

Ist der Computer also eine Schweizer Erfindung?

Nein. Der Computer ist eine Erfindung der ganzen Welt. Viele Ideen kommen aus anderen Ländern und sind viel älter:

  • Die Null: Vor rund 1'400 Jahren schrieb Brahmagupta in Indien Regeln für das Rechnen mit der Null. Ohne Null gäbe es keine Nullen und Einsen im Computer.
  • Das Wort Algorithmus: Es kommt vom Namen al-Chwarizmi, der um 820 in Bagdad Bücher übers Rechnen schrieb.
  • Das erste Programm: 1843 schrieb Ada Lovelace in England ein Programm für eine Rechenmaschine, die nie fertig wurde.
  • QR-Code und Emoji: Den QR-Code erfand 1994 eine Firma in Japan, die ersten Emoji kamen 1999 ebenfalls aus Japan.

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «Erfindungen aus vielen Ländern», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Früher: Pascal aus Zürich

    1970 erfand Niklaus Wirth an der ETH Zürich die Programmiersprache Pascal, benannt nach Blaise Pascal. Damit lernten Studierende auf der ganzen Welt programmieren.

    Bipo: Pascal? Den kennst du von der Zahnrad-Maschine!

  • Früher: Mäuse aus der Schweiz

    Die Firma Logitech wurde 1981 in der Schweiz gegründet. Ab 1982 verkaufte sie Computermäuse, entwickelt an einer Hochschule in Lausanne. Heute kennt man sie weltweit.

    Bipo: Eine Maus aus der Schweiz, die um die Welt reiste!

  • Heute: Erfinden im Team

    Heute erfinden Menschen aus vielen Ländern zusammen. In der Schweiz entstand 2011 der Lernroboter Thymio, 2025 die offene KI Apertus, die viele Sprachen kann.

    Bipo: Und die nächste Erfindung? Vielleicht kommt sie von dir!

MerkeComputer sind eine Erfindung der ganzen Welt: die Null aus Indien, der Algorithmus aus Bagdad, das erste Programm aus England, QR-Code und Emoji aus Japan, das Web und Pascal aus der Schweiz.

Wichtige Begriffe

Null
Eine Superzahl: Ohne die Null gäbe es keine Nullen und Einsen im Computer.
Algorithmus
Eine genaue Anleitung, Schritt für Schritt. Das Wort kommt vom Namen eines Gelehrten aus Bagdad.
Programmiersprache
Eine Sprache, in der Menschen einem Computer Befehle geben, zum Beispiel Pascal oder Scratch.
World Wide Web
Die Webseiten mit Links, die man im Browser anschaut. Erfunden 1989 am CERN bei Genf.
CERN
Ein grosses Forschungszentrum in Europa bei Genf. Dort lief 1990 die erste Webseite der Welt.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Wo wurde die Programmiersprache Pascal erfunden?

    Lösung zeigen

    An der ETH Zürich – Niklaus Wirth erfand sie 1970.

  2. 2. Wer gilt als erste Programmiererin der Welt?

    Lösung zeigen

    Ada Lovelace – Sie schrieb 1843 ein Programm.

  3. 3. Welche Erfindung kommt aus Japan?

    Lösung zeigen

    Der QR-Code – Auch die ersten Emoji kommen aus Japan.

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Die Lektion dazu

«Erfindungen aus vielen Ländern»

Lektion 6 von 7 aus der Welt «Die grosse Zeitreise»

Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten.

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Mehr dazu im Spiel: «Zeitmaschine: Ada, Grace und die Schildkröte» · «Wer baut unsere Geräte?» · «Zeitmaschine: Als das Internet noch piepste» · «Vom Rechenbrett zum Smartphone»

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Quellen und Hilfe

Geprüft am 28.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion Z-6 «Erfindungen aus vielen Ländern» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Liroba GmbH) · So entstehen unsere Antworten

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