Die kurze Antwort
Die meisten Online-Challenges sind harmlos und kreativ, einige aber gefährlich. Reden Sie früh und ohne Panik mit Ihrem Kind darüber: Fragen Sie, welche Challenges es kennt, und überlegen Sie gemeinsam, was echt ist und wo die Gefahren liegen. Machen Sie klar, dass Nein-Sagen mutig ist und dass Ihr Kind jederzeit aussteigen darf – auch wenn jemand droht. Teilen Sie Warnungen nicht weiter, sondern melden Sie gefährliche Inhalte in der App; nach einer Verletzung rufen Sie die Sanität 144.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «WhatsApp und Gruppenchats»
So geht's
- Ruhig bleiben: Die meisten Challenges sind Tänze, Spiele oder Kunststücke. Wer Challenges pauschal verurteilt, erfährt weniger von seinem Kind.
- Neugierig nachfragen: «Welche Challenges sind bei euch gerade angesagt?» Lassen Sie sich zeigen, was Ihr Kind auf Social Media anschaut.
- Gemeinsam prüfen: Kann das wehtun, krank machen, andere gefährden oder Ärger geben? Viele riskante Videos sind gestellt oder gefälscht – fragen Sie: «Was davon ist wohl echt?»
- Nein-Sagen stärken: Es ist mutig, bei Gruppendruck nicht mitzumachen. Überlegen Sie zusammen einen Satz zum Aussteigen, zum Beispiel «Da mache ich nicht mit.»
- Klar sagen: Auch wenn jemand droht oder auslacht, darf Ihr Kind aufhören und es Ihnen erzählen – ohne Ärger zu bekommen, auch wenn es schon mitgemacht hat.
- Warnungen nicht weiterverbreiten: Teilen Sie keine Videos oder Kettennachrichten über eine gefährliche Challenge, auch nicht als Warnung – das macht sie bekannter. Informieren Sie stattdessen direkt andere Eltern und die Klassenlehrperson.
- Gefährliche Inhalte in der App melden und Konten, die Druck machen, blockieren.
- Ist etwas passiert: bei Verletzungen oder Bewusstlosigkeit sofort die Sanität 144 rufen, bei Verdacht auf eine Vergiftung Tox Info Suisse 145 (rund um die Uhr). Danach in Ruhe und ohne Vorwürfe darüber reden.
- Hilfe holen: Ihr Kind kann sich jederzeit an die 147 wenden. Sie selbst erreichen die Elternberatung von Pro Juventute unter 058 261 61 61 (rund um die Uhr).
Warum Kinder mitmachen
Hinter Challenges steckt oft der Wunsch nach Anerkennung: Wer mitmacht, hofft auf Likes und will dazugehören – wie früher bei Mutproben auf dem Pausenplatz. Weil einzelne Challenges in den Medien sehr präsent sind, wirken sie verbreiteter, als sie sind; bei den extremen machen nur vereinzelt Kinder mit. Je jünger ein Kind ist, desto schwerer kann es verstörende Inhalte einordnen und desto mehr Begleitung braucht es.
Schreckens-Nachrichten und Kettenbriefe
Manche «Challenges» kommen als Kettenbrief mit Drohungen und gruseligen Bildern: Wer nicht mitmacht oder nicht weiterschickt, dem passiere etwas Schlimmes. Bei einigen bekannten Fällen ist bis heute unklar, was davon stimmt und was Falschmeldung ist, und manche Influencer nutzten die Aufregung für Klicks. So helfen Sie Ihrem Kind:
- Ruhig bleiben und die Angst ernst nehmen, ohne Vorwürfe oder Verbote – sonst erzählt Ihr Kind beim nächsten Mal nichts.
- Erklären: Kettenbriefe sind erfunden. Es passiert nichts, wenn man sie nicht weiterschickt.
- Abmachen: Angstmachende Nachrichten nie weiterleiten, sondern löschen.
- Ab und zu fragen, was gerade in der Klassengruppe herumgeht.
Gut zu wissen
Gut gemeinte Warnungen im Elternchat oder in der Klassengruppe machen eine gefährliche Challenge oft erst bekannt. Besser ist es, direkt mit dem eigenen Kind zu reden und die Lehrperson zu informieren.
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.4.b Medien für gemeinsames Arbeiten nutzen, Sicherheitsregeln befolgen – Das Kind arbeitet und tauscht sich mit Medien aus und hält sich an Sicherheitsregeln.
- MI.1.1.d Regeln und Werte verschiedener Lebenswelten (z. B. Netiquette) – Das Kind kennt Anstandsregeln im Netz und in Spielwelten und hält sich daran.
- MI.1.1.c Folgen medialer Handlungen erkennen – Das Kind erkennt, was Online-Handeln bewirken kann, zum Beispiel bei Freundschaften oder Cybermobbing.
Quellen und Hilfe
- Pro Juventute: Social Media Challenges (für Eltern)
- klicksafe: Challenges bei TikTok, YouTube und Co. – Mutproben im Netz
- Saferinternet.at: Wie kann man Kindern beim Umgang mit Kettenbriefen helfen?
- Pro Juventute: Beratung + Hilfe 147
- Tox Info Suisse: Notfall-Telefon 145 (rund um die Uhr)
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 11-3 «WhatsApp und Gruppenchats» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).