Die kurze Antwort
Öffentliches WLAN ist praktisch, aber weniger sicher als das eigene Netz zu Hause: Oft hat es kein Passwort oder eines für alle, und Betrüger können einen eigenen Hotspot mit vertrauenswürdigem Namen aufstellen. Zum Lesen von Nachrichten oder Fahrplänen auf Seiten mit «https» reicht es. Für E-Banking, vertrauliche E-Mails und wichtige Anmeldungen nehmen Sie besser die mobilen Daten oder den Hotspot Ihres eigenen Handys. Schalten Sie ausserdem das automatische Verbinden mit offenen Netzen aus.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Das Schloss im Browser»
So geht's
- Nach dem genauen Namen des WLANs fragen – an der Rezeption, im Café oder auf dem Aushang – und sich nur mit diesem verbinden. Betrüger geben ihren Hotspots Namen wie «Airport free WLAN».
- Netze mit Passwort vorziehen. Ein ganz offenes Netz ohne Passwort ist die unsicherste Wahl.
- Kein E-Banking, keine vertraulichen E-Mails und keine wichtigen Anmeldungen im öffentlichen WLAN. Dafür die mobilen Daten nutzen oder das eigene Handy als persönlichen Hotspot – im Ausland können dabei Roaming-Kosten entstehen.
- Auf «https» und das Schloss in der Adresszeile achten: Dann ist der Weg zwischen Ihrem Gerät und der Webseite verschlüsselt. Meldet der Browser eine unsichere Verbindung, geben Sie nichts Vertrauliches ein.
- In den Geräteeinstellungen das automatische Verbinden mit offenen WLANs ausschalten und das WLAN ganz ausschalten, wenn Sie es nicht brauchen.
- E-Banking und Bezahlen nur auf eigenen, geschützten Geräten – nie am Gäste-Computer im Hotel.
Was im öffentlichen WLAN passieren kann
- Mitlesen: Viele Hotspots haben kein Passwort oder ein gemeinsames für alle. Dann könnten andere im selben Netz unverschlüsselte Daten mitlesen.
- Falscher Hotspot: Mit einem Handy lässt sich ein WLAN mit frei gewähltem Namen aufstellen – auch mit einem Namen, der wie das echte Hotel- oder Bahnhofs-WLAN aussieht.
- Apps: Nicht nur der Browser, auch Apps senden Daten – und nicht jede verschlüsselt sie.
Hilft ein VPN?
Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) verschlüsselt den ganzen Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Server des VPN-Anbieters, auch den von Apps. Im öffentlichen WLAN kann dann niemand im selben Netz mitlesen. Das BACS rät, wenn möglich ein VPN zu verwenden. Nüchtern betrachtet gilt aber:
- Der Schutz reicht nur bis zum VPN-Server. Dem Anbieter müssen Sie vertrauen, denn Ihr ganzer Datenverkehr läuft über ihn.
- Gratis-VPNs sind oft eingeschränkt oder langsamer und werten nicht selten persönliche Daten für Werbung aus.
- Ein VPN schützt nur den Weg. Vor gefälschten Webseiten und Betrugsnachrichten schützt es nicht.
Gut zu wissen
Ein falscher Hotspot sieht in der WLAN-Liste genau gleich aus wie ein echter. Darum hilft eine einfache Regel: Banking und wichtige Anmeldungen nur über die mobilen Daten oder das eigene Netz zu Hause.
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.2.3.n Risiken unverschlüsselter Übertragung und Speicherung – Das Kind weiss, warum unverschlüsselte Daten unterwegs oder gespeichert mitgelesen werden können.
- MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
Quellen und Hilfe
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Vorsicht bei öffentlichen WLAN
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Ferienzeit – Cybersicherheit auch während der Reise
- eBanking – aber sicher! (Hochschule Luzern): WLAN
- BSI: Smartphone und Tablet effektiv schützen
- BSI: Wie funktioniert ein Virtual Private Network (VPN)?
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 10-2 «Das Schloss im Browser» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten