Zum Inhalt
Die Computer-Expedition
für Kinder und Erwachsene
  1. Hilfe & Fragen
  2. Wissen
  3. Handy und Familie
Handy und Familie

Soll ich den Standort meines Kindes teilen oder verfolgen?

  • Für Eltern
  • Erklärt
  • 4 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Eine Standortfreigabe kann in einzelnen Situationen beruhigen, etwa auf einem neuen Schulweg oder in einem Lager. Pro Juventute rät aber, möglichst ohne Überwachung auszukommen: Ständige Standortkontrolle beruhigt meist nur kurzfristig, kann Ängste verstärken und das Vertrauen beschädigen. Wenn Sie den Standort teilen, dann offen, abgemacht und am besten gegenseitig – Ihr Kind muss wissen, wann und warum Sie es sehen können. Heimlich orten ist keine gute Idee.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Standort und Karten»

Lektion gratis spielenGratis und ohne Anmeldung.

So geht's

  1. Zuerst klären, wofür: Geht es um einen bestimmten Weg, ein Lager oder den Notfall – oder um ein allgemeines Gefühl von Kontrolle? Ein klarer Zweck macht die Abmachung einfacher.
  2. Mit dem Kind reden und gemeinsam entscheiden. Ihr Kind muss wissen, ob, wann und warum Sie seinen Standort sehen. Wird es nicht informiert, kann das Vertrauen nachhaltig leiden.
  3. Gegenseitig teilen: Wenn auch die Eltern ihren Standort zeigen, fühlt es sich weniger nach Überwachung an.
  4. Ein Ende abmachen, zum Beispiel nur in den ersten Wochen auf dem neuen Schulweg oder während des Lagers – und die Freigabe danach wirklich ausschalten. Bei Apple und Google Family Link geht das jederzeit.
  5. Nicht ständig nachschauen. Wer immer wieder auf die Karte schaut, wird eher unruhiger als ruhiger.
  6. Andere Sicherheiten stärken: den Weg zusammen üben, eine Telefonnummer im Rucksack, Kontakt mit anderen Eltern, ein abgemachter Anruf bei der Ankunft.
  7. Mit dem Alter lockern: Kinder brauchen altersentsprechende, selbständige Erfahrungen und Freiräume statt dauernder Überwachung.
  8. Ihrem Kind beibringen: Den eigenen Standort teilt man nur mit Menschen, die man im echten Leben gut kennt – nie mit Online-Bekanntschaften.

Was dafür und was dagegen spricht

  • Dafür: In einzelnen Situationen hilft es, etwa wenn ein Kind allein unterwegs ist. Bei Apple hilft die Standortfreigabe auch, ein verlorenes Gerät wiederzufinden.
  • Dagegen: Orten ist ein Eingriff in die Privatsphäre. Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 16) ein Anrecht darauf.
  • Dagegen: Das Gefühl von Sicherheit, das ein GPS-Tracker vermittelt, kann trügen – und Kinder sind womöglich weniger aufmerksam, wenn sie sich darauf verlassen.
  • Dagegen: Die Ortung klappt nicht immer, zum Beispiel wenn das Gerät ausgeschaltet ist, kein Internet hat oder länger nicht benutzt wurde.
  • Dagegen: Heimliches Orten zerstört Vertrauen, sobald das Kind es merkt.

iPhone und iPad: Standort in der Familie teilen

  1. Einstellungen › Familie › Standortfreigabe öffnen (dafür braucht es eine eingerichtete Familienfreigabe).
  2. Unter «Standort teilen mit» die Familienmitglieder auswählen.
  3. Der Standort ist dann in der App «Wo ist?» und in der Nachrichten-App zu sehen. Die Freigabe lässt sich jederzeit beenden.

Android: Google Family Link

  1. In der Family Link App auf Standort › Standorteinstellungen festlegen tippen.
  2. Das Kind auswählen und die Standortfreigabe aktivieren.
  3. Wieder ausschalten: Standort › Konto des Kindes › Dreipunkt-Menü › Standorteinstellungen › «Standort meines Kindes sehen» deaktivieren.

Snap Map, Smartwatch und Tracker

Auf der Karte von Snapchat (Snap Map) ist die Standortfreigabe standardmässig ausgeschaltet. Wer sie einschaltet, teilt den Standort mit allen Freunden oder nur mit ausgewählten; im Geistmodus bleibt er für alle verborgen. Kinder-Smartwatches und GPS-Tracker zeigen den Standort ebenfalls an. Auch hier gilt: nur offen, mit Abmachung und mit einem klaren Zweck.

Gut zu wissen

Der beste Schutz unterwegs ist ein Kind, das seinen Weg kennt, weiss, wen es anrufen kann, und sich traut, um Hilfe zu bitten. Eine App kann das ergänzen, aber nicht ersetzen.

Selbst ausprobieren

Die Lektion dazu

«Standort und Karten»

Lektion 4 von 11 aus der Welt «Handy-Profi»

Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten – Sie bestimmen das Tempo. Die Lektion ist für Kinder gemacht – und auch für Erwachsene ein schneller Weg, das Wichtigste selbst auszuprobieren.

Lektion gratis spielen

Entdecken · Spielen · Mission · Test · Anhören

Verwandte Fragen

Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.1.3.d Sicherheitsregeln zu persönlichen Daten in eigenen Beiträgen – Das Kind gibt in eigenen Beiträgen keine persönlichen Daten preis (Name, Adresse, Passwort).
  • MI.1.4.b Medien für gemeinsames Arbeiten nutzen, Sicherheitsregeln befolgen – Das Kind arbeitet und tauscht sich mit Medien aus und hält sich an Sicherheitsregeln.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 13-4 «Standort und Karten» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Bipo holt die Werkstatt …