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Miteinander online

Wie kann ich helfen, wenn jemand anderes gemobbt wird?

  • Für Kinder und Eltern
  • Was tun?
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Wer hilft, ist stark: nicht mitlachen und nichts weiterleiten, der betroffenen Person privat schreiben, dass du zu ihr hältst, und einem Erwachsenen Bescheid geben. Mobbing lebt von Zuschauern – es wird kleiner, wenn sie nicht mitmachen. Zusammen mit Freunden geht Helfen leichter.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Cybermobbing»

Warum zählen die Zuschauer so viel?

Mobbing braucht Publikum. Wer mitlacht, liked oder schweigt, macht es grösser – auch ohne selbst etwas Gemeines zu schreiben. Viele Zuschauende fühlen sich unsicher, hoffen, dass jemand anderes eingreift, und haben Angst, selbst angegriffen zu werden. Diese Angst ist verständlich. Aber schon ein einzelner Mensch, der hilft, macht für das geplagte Kind einen riesigen Unterschied. Du musst kein Superheld sein, ein Satz reicht schon.

Was kann ich tun?

  1. Nicht mitmachen: kein Like, kein lachendes Emoji, kein Weiterleiten.
  2. Der betroffenen Person privat schreiben: «Ich halte zu dir.» Das kann einen riesigen Unterschied machen.
  3. Beweise sichern, zum Beispiel mit einem Bildschirmfoto, aber nichts weiterschicken.
  4. Einem Erwachsenen Bescheid geben: Eltern, Lehrperson oder Schulsozialarbeit.
  5. Mit Freunden zusammen handeln: Zu zweit oder zu dritt traut man sich mehr.

Was kann ich in der Gruppe schreiben?

Wenn du dich traust und es sicher ist, kannst du auch öffentlich etwas sagen. Gemein werden musst du dafür nie:

  • Kurz und klar: «Stopp. Das ist Cybermobbing.» oder «Das ist nicht lustig.»
  • Mitgefühl zeigen: schreiben, wie sich die geplagte Person wohl fühlt.
  • Andere unterstützen: Hat schon jemand dagegengehalten, gib diesem Kommentar ein Like.
  • Keine Gegenangriffe: Wer zurückbeleidigt, macht die angreifende Person oft noch wütender.

Wie schütze ich mich selbst dabei?

Helfen heisst nicht, allein zu kämpfen. Achte auch auf dich: Hol dir Unterstützung bei Freundinnen, Freunden oder einer erwachsenen Vertrauensperson. Wird es dir zu viel oder hast du Angst, kannst du dich bei der 147 von Pro Juventute melden – auch wenn nicht du selbst gemobbt wirst.

Ist das nicht Petzen?

Nein. Einem Erwachsenen von Mobbing zu erzählen heisst, jemanden zu schützen. Melden ist kein Petzen, melden schützt alle. Und ein Witz ist nur lustig, wenn alle lachen können – lacht einer nicht mit, weil es um ihn geht, ist es kein Witz mehr.

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «Cybermobbing», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Wer hilft, ist stark

    Mobbing lebt von Zuschauern. Wer mitlacht oder schweigt, macht es grösser. Wer hilft, ist stark und macht für das andere Kind einen riesigen Unterschied.

    Bipo: Du musst kein Superheld sein. Ein Satz reicht schon.

  • So hilfst du

    Schreib dem geplagten Kind privat: «Ich halte zu dir.» Mach nicht mit, leite nichts weiter und hol einen Erwachsenen. Zusammen mit Freunden geht es leichter.

    Bipo: Zusammen seid ihr stärker als jeder Mobber.

  • So erkennst du es

    Gemeine oder mit KI gefälschte Bilder, Lügen, ein falsches Profil, Umfragen wie «Wer ist am uncoolsten?», ein ausgeschlossenes Kind: Das sind Warnzeichen. Oft machen viele mit.

    Bipo: Augen auf: Wer wird gerade allein gelassen?

Gut zu wissen

Zuschauen bedeutet mitmachen. Wer nicht mitmacht und hilft, nimmt dem Mobbing sein Publikum weg.

MerkeWer hilft, ist stark: nicht mitmachen, dem anderen beistehen, Bildschirmfoto, blockieren, einem Erwachsenen erzählen.

Wichtige Begriffe

Cybermobbing
Wenn jemand online immer wieder geplagt, ausgelacht oder ausgeschlossen wird – oft von mehreren.
Bildschirmfoto
Ein Bild vom Bildschirm. Damit sicherst du Beweise, ohne sie weiterzuschicken.
blockieren
Eine Person in der App sperren, damit ihre Nachrichten nicht mehr ankommen.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Was macht Mobbing grösser?

    Lösung zeigen

    Zuschauer, die mitlachen – Wer mitlacht oder schweigt, macht es grösser. Wer hilft, ist stark.

  2. 2. Im Klassenchat startet eine Umfrage: «Wer ist am uncoolsten?» Was ist das?

    Lösung zeigen

    Eine Form von Mobbing – Solche Umfragen stellen Kinder bloss. Nicht mitmachen, melden, Erwachsene holen.

  3. 3. Wer ist schuld, wenn du gemobbt wirst?

    Lösung zeigen

    Wer mobbt – Du bist nicht schuld. Nie.

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Die Lektion dazu

«Cybermobbing»

Lektion 2 von 14 aus der Welt «Netz-Bürger»

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Mehr dazu im Spiel: «Freundlich sein und die Maske» · «Hass im Netz und Zivilcourage»

Verwandte Fragen

Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.1.1.c Folgen medialer Handlungen erkennen – Das Kind erkennt, was Online-Handeln bewirken kann, zum Beispiel bei Freundschaften oder Cybermobbing.
  • MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 11-2 «Cybermobbing» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

Bipo holt die Werkstatt …