Die kurze Antwort
Cybermobbing heisst: Jemand wird online absichtlich und immer wieder beleidigt, bedroht, blossgestellt oder ausgeschlossen – etwa im Klassenchat, in Spielen, in Kommentaren oder mit peinlichen Bildern. Anders als auf dem Pausenplatz hört es zu Hause nicht auf und kann sehr viele Zuschauer haben. Schuld ist nie die Person, die gemobbt wird.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Cybermobbing»
Was genau ist Cybermobbing?
Mobbing heisst: Eine Person wird immer wieder geplagt, ausgelacht oder ausgeschlossen, oft von mehreren. Passiert das mit Handy, Computer oder Tablet, nennt man es Cybermobbing. Es kommt in Chats vor, in Spielen, in Kommentaren unter Videos und in Social Media. Wichtig sind zwei Dinge: Es geschieht absichtlich, und es geschieht immer wieder, über längere Zeit.
Was ist der Unterschied zu einem Streit?
- Einmal streiten ist kein Mobbing. Beim Streit sind beide ungefähr gleich stark.
- Beim Mobbing trifft es immer wieder dieselbe Person. Sie kann sich kaum wehren.
- Oft machen viele mit: Einer fängt an, andere lachen, liken oder schweigen.
Woran erkennt man Cybermobbing?
Diese Warnzeichen kommen häufig vor:
- Gemeine Bilder oder Bilder, die mit KI gefälscht wurden.
- Lügen und Gerüchte über jemanden.
- Ein falsches Profil mit fremdem Namen und fremdem Foto.
- Umfragen wie «Wer ist am uncoolsten?».
- Ein Kind, das immer wieder aus der Gruppe geworfen oder allein gelassen wird.
- Drohungen oder Nachrichten, die jemanden unter Druck setzen.
Warum tut Cybermobbing so weh?
- Es hört nicht auf: Das Handy ist auch zu Hause und am Abend dabei. Betroffene kommen kaum zur Ruhe.
- Es verbreitet sich schnell: Ein Bild oder ein Satz ist in Sekunden bei der ganzen Klasse und lässt sich schwer wieder entfernen.
- Man weiss nicht, wer mitliest – und wer mobbt, kann sich online leichter verstecken.
- Worte treffen echt: Ein gemeiner Satz im Chat tut genauso weh wie auf dem Schulhof.
Ist Cybermobbing verboten?
In der Schweiz gibt es kein eigenes Gesetz mit dem Namen «Cybermobbing». Viele Dinge, die beim Cybermobbing passieren, sind aber verboten, zum Beispiel beleidigen, drohen, Lügen über andere verbreiten oder jemanden erpressen. Wer gemobbt wird, ist nicht schuld und muss das nicht allein lösen: Bildschirmfoto, blockieren und einem Erwachsenen erzählen hilft.
So erklärt es Bipo
3 Lernkarten aus der Lektion «Cybermobbing», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Was ist Cybermobbing?
Wird jemand online immer wieder geplagt, ausgelacht oder ausgeschlossen, heisst das Cybermobbing. Es passiert in Chats, in Spielen und in Kommentaren.
Bipo: Einmal streiten ist kein Mobbing. Immer wieder plagen schon.
So erkennst du es
Gemeine oder mit KI gefälschte Bilder, Lügen, ein falsches Profil, Umfragen wie «Wer ist am uncoolsten?», ein ausgeschlossenes Kind: Das sind Warnzeichen. Oft machen viele mit.
Bipo: Augen auf: Wer wird gerade allein gelassen?
Wer hilft, ist stark
Mobbing lebt von Zuschauern. Wer mitlacht oder schweigt, macht es grösser. Wer hilft, ist stark und macht für das andere Kind einen riesigen Unterschied.
Bipo: Du musst kein Superheld sein. Ein Satz reicht schon.
Gut zu wissen
Mobbing lebt von Zuschauern. Wer mitlacht, liked oder weiterleitet, macht es grösser – wer hilft, ist stark.
MerkeWer hilft, ist stark: nicht mitmachen, dem anderen beistehen, Bildschirmfoto, blockieren, einem Erwachsenen erzählen.
Wichtige Begriffe
- Cybermobbing
- Wenn jemand online absichtlich und immer wieder geplagt, ausgelacht, blossgestellt oder ausgeschlossen wird.
- Bildschirmfoto
- Ein Bild vom Bildschirm. Damit kann man gemeine Nachrichten als Beweis sichern.
- blockieren
- Eine Person in der App sperren, damit ihre Nachrichten nicht mehr ankommen.
Teste dich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.
1. Was ist Cybermobbing?
Lösung zeigen
Online immer wieder plagen – Mobbing heisst: immer wieder, oft von mehreren.
2. Im Klassenchat startet eine Umfrage: «Wer ist am uncoolsten?» Was ist das?
Lösung zeigen
Eine Form von Mobbing – Solche Umfragen stellen Kinder bloss. Nicht mitmachen, melden, Erwachsene holen.
3. Wer ist schuld, wenn du gemobbt wirst?
Lösung zeigen
Wer mobbt – Du bist nicht schuld. Nie.
Jetzt selbst ausprobieren
«Cybermobbing»
Lektion 2 von 14 aus der Welt «Netz-Bürger»
Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten.
Lektion gratis spielenEntdecken · Spielen · Mission · Test · Anhören
Mehr dazu im Spiel: «Freundlich sein und die Maske» · «Bonus: Erlaubt oder verboten? Gesetze im Netz»
Verwandte Fragen
- Was tun bei Cybermobbing?
- Wie kann ich helfen, wenn jemand anderes gemobbt wird?
- Ist Cybermobbing in der Schweiz strafbar?
- Welche Regeln gelten im Klassenchat?
- Wo bekommen Kinder und Jugendliche Hilfe? (Beratungsnummern)
Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.1.c Folgen medialer Handlungen erkennen – Das Kind erkennt, was Online-Handeln bewirken kann, zum Beispiel bei Freundschaften oder Cybermobbing.
- MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
Quellen und Hilfe
- Schweizerische Kriminalprävention: Cybermobbing
- Jugend und Medien (Bundesamt für Sozialversicherungen): Cybermobbing
- Pro Juventute: Cybermobbing – schnelles Handeln ist nötig
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 11-2 «Cybermobbing» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
