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Wie erkenne ich einen Fake-Shop?

  • Für Erwachsene
  • Erklärt
  • 4 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Ein Fake-Shop lockt mit Preisen weit unter dem üblichen Preis, hat kein oder ein unvollständiges Impressum und will am Ende oft eine Vorauszahlung. Prüfen Sie vor dem Kauf Impressum und Adresse, suchen Sie den Shop-Namen zusammen mit «Betrug» oder «Erfahrungen» und lesen Sie Bewertungen auf anderen Seiten. Eine .ch-Adresse ist keine Garantie für einen Schweizer Shop. Bezahlen Sie lieber auf Rechnung, mit Kreditkarte oder mit TWINT als per Vorauszahlung – so holen Sie Ihr Geld eher zurück.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Online einkaufen und Fake-Shops erkennen»

Lektion gratis spielenGratis und ohne Anmeldung.

So geht's

  1. Preis vergleichen: Kosten Markenschuhe, eine Jacke oder ein Handy nur einen Bruchteil des üblichen Preises, ist das das wichtigste Warnzeichen. Auch «Liquidation», «nur heute» oder Dauer-Rabatte sollen Sie zu einem schnellen Kauf drängen.
  2. Impressum suchen: Ein seriöser Shop nennt Firmenname, Adresse, E-Mail, Telefonnummer und idealerweise die Handelsregisternummer. In der Schweiz ist ein Impressum Pflicht. Fehlt es, gibt es nur ein Kontaktformular oder steht dort bloss eine Einzelperson oder eine Briefkastenfirma im Ausland: nicht kaufen.
  3. Die Adresse aus dem Impressum in einer Suchmaschine oder auf einer Karte nachschlagen. Gibt es dort keine Firma, ist das ein schlechtes Zeichen.
  4. Den Shop-Namen zusammen mit «Betrug», «Fake» oder «Erfahrungen» suchen. Findet man über den Shop gar nichts, ist auch das ein Warnzeichen.
  5. Bewertungen auf anderen Seiten lesen, nicht nur im Shop selbst. Lauter gleich klingende Fünf-Sterne-Lobe sind verdächtig, und Gütesiegel können erfunden sein.
  6. Die Internetadresse genau lesen: Betrüger wählen irreführende oder leicht abgewandelte Namen. Beim Bezahlen muss die Adresse mit «https://» beginnen.
  7. In Warnlisten nachschauen: die Warnliste von cybercrimepolice.ch, die Liste betrügerischer Shops von Watchlist Internet (Österreich) oder der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale (Deutschland), der eine Ampel anzeigt. Fehlt ein Shop dort, ist er nicht automatisch sicher – die Listen sind nie vollständig.
  8. Sicher bezahlen: keine Vorauszahlung per Überweisung an Unbekannte. Kauf auf Rechnung, Kreditkarte oder TWINT sind sicherer, weil sich eine Zahlung dort eher zurückholen lässt. Vorher lesen, ob und wohin Sie die Ware zurückschicken können.

Typische Warnzeichen

Je mehr davon zusammenkommen, desto eher ist es ein Fake-Shop:

  • Preise weit unter dem Marktpreis, oft dauerhaft «reduziert» wegen angeblicher Liquidation
  • kein Impressum, nur ein Kontaktformular oder eine Briefkastenfirma im Ausland
  • Rückgabe nur an ein Lager in Asien oder unklare Angaben zu Rückgabe und Versandkosten
  • Produktfotos, die von anderen Shops kopiert sind oder zu perfekt wirken
  • nur positive Bewertungen, Gütesiegel ohne Nachweis
  • beim letzten Schritt bleibt nur noch Vorauszahlung übrig
  • viele Rechtschreibfehler, keine verschlüsselte Verbindung («https://» fehlt)

Schon bestellt und bezahlt?

Handeln Sie so rasch wie möglich – je früher, desto eher lässt sich eine Zahlung noch stoppen.

  1. Sofort Kreditkartenfirma, Bank oder TWINT kontaktieren und fragen, ob sich die Zahlung stoppen oder zurückholen lässt. Haben Sie Kartendaten eingegeben, die Karte sperren lassen.
  2. Beweise sichern: Bildschirmfotos der Shop-Seite mit Internetadresse, Bestellbestätigung, E-Mails und Zahlungsbeleg. Nichts löschen.
  3. Noch einmal beim Shop nachfragen. Nicht jeder schlechte Shop ist Betrug – manchmal kommt die Ware verspätet.
  4. Bei finanziellem Schaden Anzeige bei der Polizei erstatten (Polizeiposten in Ihrer Nähe).
  5. Den Shop melden: beim BACS über das Online-Meldeformular, bei fehlenden Kontaktangaben auch beim SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) oder beim Konsumentenschutz. Verdächtige Seiten nimmt auch feedback@cybercrimepolice.ch entgegen.
  6. Haben Sie beim Shop ein Kundenkonto mit einem Passwort angelegt, das Sie auch anderswo benutzen, dieses Passwort überall ändern.

Gut zu wissen

Eine .ch-Adresse sagt wenig: Auch Firmen im Ausland können sie kaufen. Bei Markenware zum Spottpreis kommt oft gar nichts an – oder minderwertige Ware. Wer im Zweifel nicht bestellt, verliert nichts.

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Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion E-5 «Online einkaufen und Fake-Shops erkennen» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

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