Die kurze Antwort
Eine gute Frage an eine KI – ein Prompt – hat Zutaten: eine klare Aufgabe, eine Rolle («Erklär es wie eine geduldige Lehrerin für ein Kind mit zehn Jahren») und ein Beispiel, wie das Ergebnis aussehen soll. Ist die erste Antwort zu lang oder unklar, fragst du nach. Namen, Adressen, Passwörter und Fotos gehören nie in eine Frage.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Gute Fragen stellen»
Warum kommt es so auf die Frage an?
Eine KI kann deine Gedanken nicht lesen. Sie hat nur das, was du schreibst. Unklare Frage, unklare Antwort – so einfach ist das. Je genauer du fragst, desto besser passt die Antwort. Eine Frage oder ein Auftrag an die KI heisst auch Prompt. Das gilt für eine Chat-KI genauso wie für eine Bild-KI: Auch dort lenkt dein Wunsch, was herauskommt.
Welche Zutaten hat ein guter Prompt?
- Die Aufgabe: Sag klar, was die KI tun soll – erklären, Ideen sammeln, kürzer machen oder dir Fragen stellen. Statt «Vulkane» schreibst du: «Erklär mir, wie ein Vulkan ausbricht.»
- Die Rolle: Sag der KI, wer sie sein soll. «Du bist eine geduldige Mathelehrerin» oder «Erklär es so, wie für ein Kind mit zehn Jahren». Dann passt sie ihre Sprache an.
- Ein Beispiel: Zeig, wie das Ergebnis aussehen soll. «Mach drei Rätsel wie dieses: Was hat Zähne, beisst aber nie? Der Kamm.»
- Eine Länge oder Form, wenn sie wichtig ist: «in drei Sätzen», «als Liste».
Was tun, wenn die Antwort nicht passt?
Die erste Antwort ist selten perfekt. Nachfragen ist kein Fehler, sondern ein Profi-Trick. Ein Gespräch bringt mehr als eine einzige Frage:
- «Mach es kürzer.»
- «Erklär das schwierige Wort.»
- «Gib mir ein anderes Beispiel.»
- Beim Lernen: «Erklär mir den Weg, aber verrate die Lösung nicht.»
Was gehört nie in einen Prompt?
Was du eintippst, landet auf den Computern der Firma und kann gespeichert werden. Darum schreibst du nie deinen Namen, deine Adresse, deine Schule oder ein Passwort in eine Frage. Lade keine Fotos von dir oder anderen hoch. Erfinde lieber einen Namen: Aus Mia wird einfach «ein Mädchen». Fertig.
So erklärt es Bipo
3 Lernkarten aus der Lektion «Gute Fragen stellen», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Zutat 1: die Aufgabe
Sag klar, was die KI tun soll: erklären, Ideen sammeln, kürzer machen oder Fragen stellen. Statt «Vulkane» schreibst du: «Erklär mir, wie ein Vulkan ausbricht.»
Bipo: Ein Wort allein ist noch keine Aufgabe.
Zutat 2: die Rolle
Gib der KI eine Rolle: «Du bist eine geduldige Mathelehrerin.» Oder: «Erklär es so, wie für ein Kind mit zehn Jahren.» Dann passt sie ihre Sprache an.
Bipo: Heute bin ich Bipo, der Weltraum-Professor!
Zutat 3: ein Beispiel
Zeig ein Beispiel, wie das Ergebnis aussehen soll: «Mach drei Rätsel wie dieses: Was hat Zähne, beisst aber nie? Der Kamm.»
Bipo: Mit Beispiel versteht sogar ein Computer, was du meinst.
MerkeEine gute Frage hat Zutaten: Aufgabe, Rolle und Beispiel. Danach frage ich nach. Namen und Fotos bleiben draussen.
Wichtige Begriffe
- Prompt
- Eine Frage oder ein Auftrag an eine KI. Ein guter Prompt hat eine Aufgabe, eine Rolle und ein Beispiel.
- Rolle
- Du sagst der KI, wer sie sein soll, zum Beispiel eine Lehrerin. Dann passt sie ihre Sprache an.
- Frag nach
- Passt die erste Antwort nicht, fragst du weiter, zum Beispiel: «Mach es kürzer.»
Teste dich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.
1. Welche Frage ist am besten?
Lösung zeigen
«Erklär mir in drei Sätzen, was Pferde fressen.» – Sie hat eine klare Aufgabe und eine Länge.
2. Wozu dient ein Beispiel in deiner Frage?
Lösung zeigen
Die KI sieht, wie das Ergebnis aussehen soll – Ein Beispiel zeigt, was du meinst.
3. Was ist eine Rolle in einer Frage?
Lösung zeigen
Du sagst der KI, wer sie sein soll, zum Beispiel eine Lehrerin – Mit einer Rolle passt die KI ihre Sprache an.
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Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 16-2 «Gute Fragen stellen». Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten