Die kurze Antwort
In der Schweiz leiten Sie Phishing-Mails an reports@antiphishing.ch weiter oder tragen den falschen Link auf antiphishing.ch ein, der Meldestelle des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS). Wünschen Sie eine Antwort, nutzen Sie das Meldeformular des BACS. Danach die Mail als Spam markieren und löschen; bei Geldschaden Anzeige bei der Polizei erstatten.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Gefälschte Nachrichten erkennen»
Wohin melde ich was?
- Phishing-Mail: an reports@antiphishing.ch weiterleiten. Die Meldungen werden maschinell verarbeitet, eine Antwort gibt es nicht.
- Falsche Webseite oder Link aus einer SMS: auf antiphishing.ch über «Melden» eintragen.
- Sie möchten eine Antwort oder wurden angerufen (Vishing): das Online-Meldeformular des BACS nutzen.
- Nachricht im Namen der Post: auf post.ch über «Phishing melden».
- Verdächtiges Gewinnspiel oder Betrugsmasche: an cybercrimepolice.ch, eine Plattform der Schweizer Polizei.
Wie melde ich eine Mail Schritt für Schritt?
- Nichts anklicken und keine Anhänge öffnen.
- Die Mail weiterleiten an reports@antiphishing.ch.
- Die Mail im Mailprogramm als Spam markieren.
- Die Mail löschen.
- Haben Sie schon geklickt und etwas eingegeben: Passwort ändern, bei Kartendaten die Karte sperren lassen.
Warum lohnt sich das Melden?
Jede Meldung hilft dem BACS, aktuelle Betrugswellen zu erkennen. Meldestellen warnen dann auch andere. Melden kostet eine Minute und schützt so auch Nachbarn, Grosseltern und Kinder vor demselben Köder.
Was mache ich, wenn mein Kind eine Phishing-Nachricht bekommt?
Loben Sie Ihr Kind, wenn es Ihnen die Nachricht zeigt – Fragen gibt nie Ärger. Schauen Sie die Nachricht zusammen an: Wer schreibt? Macht sie Druck? Gibt es einen komischen Link? Dann melden und löschen Sie sie gemeinsam. Hat das Kind schon geklickt, ändern Sie das Passwort zusammen.
Und wenn schon Geld weg ist?
Dann reicht Melden nicht. Rufen Sie sofort die Bank oder die Kartenfirma an und lassen Sie die Karte sperren. Erstatten Sie Anzeige bei der Kantonspolizei. Bewahren Sie Mail, SMS und Bildschirmfotos als Beweis auf.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Gefälschte Nachrichten erkennen», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Melden und löschen
Mama oder Papa können eine falsche Nachricht als Spam melden, so heisst unerwünschte Post, und dann löschen. In deinem Land gibt es auch Meldestellen, die andere warnen.
Bipo: So schützt ihr auch andere vor dem Köder!
Im Zweifel nicht klicken
Bist du unsicher? Dann nicht klicken, nichts eingeben, nichts antworten. Zeig die Nachricht Mama oder Papa. Du bekommst nie Ärger, wenn du fragst.
Bipo: Fragen ist das Klügste, was ein Profi tun kann.
Phishing: Angeln nach Passwörtern
Betrüger schicken falsche Nachrichten, wie einen Köder an der Angel. Sie wollen, dass du klickst und dein Passwort verrätst. Das nennt man Phishing.
Bipo: Man sagt Fisching. Und du bist kein Fisch!
MerkeFalscher Absender, Druck, komischer Link, zu schöner Gewinn: Im Zweifel nicht klicken und Mama oder Papa zeigen.
Wichtige Begriffe
- Phishing
- Betrug mit gefälschten Nachrichten, die nach Passwörtern, Codes oder Kartendaten «angeln».
- Absender
- Wer die Nachricht schickt. Bei Phishing ist er gefälscht.
- Link
- Ein Verweis auf eine Webseite. Beim Phishing führt er auf eine falsche Seite.
- Spam
- Unerwünschte Post. Man markiert sie als Spam und löscht sie.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Was ist die Grundregel bei einer komischen Nachricht?
Lösung zeigen
Im Zweifel nicht klicken – Und Mama oder Papa zeigen.
2. Du hast aus Versehen auf einen komischen Link geklickt. Was tust du?
Lösung zeigen
Es sofort sagen – Du bekommst keinen Ärger. Zusammen könnt ihr das Passwort ändern.
3. Was wollen Betrüger beim Phishing?
Lösung zeigen
Dein Passwort und deine Daten – Darum der Köder an der Angel.
Selbst ausprobieren
«Gefälschte Nachrichten erkennen»
Lektion 7 von 11 aus der Welt «Computer-Führerschein»
Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten – Sie bestimmen das Tempo.
Lektion gratis spielenEntdecken · Spielen · Mission · Test · Anhören
Mehr dazu im Spiel: «E-Mail richtig» · «Betrugsmaschen gesammelt»
Verwandte Fragen
- Wie erkenne ich eine Phishing-Mail?
- Was ist Phishing?
- Ich habe auf einen Phishing-Link geklickt – was jetzt?
- Wie erkenne ich eine gefälschte SMS (Smishing)?
- Ist diese Paket-SMS echt? («Paket wartet, Gebühr bezahlen»)
Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
- MI.1.4.b Medien für gemeinsames Arbeiten nutzen, Sicherheitsregeln befolgen – Das Kind arbeitet und tauscht sich mit Medien aus und hält sich an Sicherheitsregeln.
- MI.1.2.h Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen – Das Kind erkennt, was ein Beitrag will, zum Beispiel verkaufen oder überzeugen.
Quellen und Hilfe
- antiphishing.ch (BACS): Phishing melden
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Phishing, Vishing, Smishing
- BACS: Online-Meldeformular
- Die Post: Verdächtige SMS oder E-Mail erhalten?
- cybercrimepolice.ch: Gewinnspiel-Mails an die Polizei weiterleiten (Beispiel MacBook-Gewinnspiel)
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 5-6 «Gefälschte Nachrichten erkennen» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).
