Die kurze Antwort
Smishing ist Phishing per SMS: Die Nachricht macht Druck, enthält einen Link und will am Schluss Geld, Kartendaten oder einen Code. Weil sich der Absender fälschen lässt, kann die SMS sogar zwischen echten Nachrichten deiner Bank oder der Post stehen. Darum: nicht auf den Link tippen, nicht antworten, selbst in der App nachschauen und die SMS löschen.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Betrugsmaschen gesammelt»
Was ist Smishing?
Das Wort setzt sich aus «SMS» und «Phishing» zusammen. Wie bei einer Phishing-Mail angeln Betrüger nach deinen Daten: Der Link in der SMS führt auf eine falsche Seite, die fast echt aussieht. Alles, was du dort eintippst – Passwort, Code, Kartennummer –, landet bei den Betrügern.
Woran erkenne ich eine gefälschte SMS?
- Druck und Eile: «Letzte Mahnung!», «Heute noch, sonst wird gesperrt.»
- Ein Link auf eine merkwürdige Adresse. Ein Buchstabe falsch, und schon ist es eine Falle.
- Eine Forderung nach Geld oder Daten: kleine Gebühr, Kartendaten, ein Code oder ein Passwort.
- Ein Versprechen, das zu schön ist: Gewinn, Rückzahlung, Gratis-Geschenk.
- Eine Rechnung oder Mahnung, die du gar nicht kennst.
Die SMS steht im Verlauf meiner Bank – ist sie dann echt?
Nicht unbedingt. Das BACS warnt, dass die Absendernummer oft so gefälscht ist, dass die Nachricht im Verlauf echter Nachrichten einer Firma erscheint. Der Absender beweist also nichts. Entscheidend ist, was die SMS will: Will sie über einen Link Daten oder Geld, ist sie verdächtig – egal, wo sie steht.
Welche Smishing-Maschen sind häufig?
- Die Paket-SMS: «Dein Paket wartet, bezahle eine Gebühr.» Echte Lieferungen prüft man in der App des Paketdienstes.
- Die falsche Mahnung oder «Steuer-Rückzahlung»: Ein Amt schickt keine Bezahl-Links per SMS.
- Der Kleinanzeigen-Trick: Ein «Käufer» schickt einen Link, um Geld abzuholen. Um Geld zu bekommen, braucht es nie deine Kartendaten.
- Die Gewinn-SMS: Wer nicht mitgespielt hat, kann nicht gewinnen.
Was tue ich mit einer verdächtigen SMS?
- Nicht auf den Link tippen und nicht antworten.
- Selbst nachschauen: die App der Firma öffnen oder die Adresse selbst eintippen. Kinder zeigen die SMS zuerst Mama oder Papa.
- Die SMS löschen. Falsche Seiten kann man auf antiphishing.ch melden.
- Schon Kartendaten eingegeben? Sofort die Karte sperren lassen.
So erklärt es Bipo
3 Lernkarten aus der Lektion «Betrugsmaschen gesammelt», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Die Tricks der Betrüger
Betrüger erfinden immer neue Maschen. Fast alle funktionieren gleich: Sie machen Druck, versprechen etwas oder machen Angst. Und am Schluss wollen sie Geld oder Daten.
Bipo: Kennst du das Muster, erkennst du jeden Trick.
Die Paket-SMS
«Dein Paket wartet, bezahle hier eine kleine Gebühr.» Der Link führt auf eine falsche Seite, die Kartendaten stiehlt. Echte Lieferungen prüft man in der App des Paketdienstes.
Bipo: Kein Paket bestellt? Dann wartet auch keins!
Der Kleinanzeigen-Trick
Du verkaufst etwas im Netz. Ein Käufer schickt einen Link: «Hier holst du dein Geld ab.» Doch die Seite will deine Kartendaten. Um Geld zu bekommen, braucht es die nie.
Bipo: Wer dir Geld schickt, braucht deine Karte nicht.
MerkeDruck, ein Versprechen oder Angst, und am Schluss Geld oder Daten: Das ist das Muster. Dann heisst es Stopp, nichts klicken, Mama oder Papa zeigen.
Wichtige Begriffe
- Betrugsmasche
- Ein Trick mit festem Muster: Druck, Versprechen oder Angst – und am Ende Geld oder Daten.
- Fake-Shop
- Ein falscher Laden im Netz. Auch Links in SMS führen manchmal auf so einen Shop.
- QR-Code
- Ein Muster mit einer Internetadresse. Wie ein Link in einer SMS kann er auf eine falsche Seite führen.
Teste dich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.
1. Eine SMS sagt: Paket wartet, Gebühr über diesen Link bezahlen. Was tust du?
Lösung zeigen
Nicht klicken, Mama oder Papa zeigen – Echte Lieferungen prüft man in der App des Paketdienstes.
2. Was wollen fast alle Betrüger am Schluss?
Lösung zeigen
Geld oder Daten – Vorher machen sie Druck oder versprechen etwas.
3. Was sagt die Stopp-Regel?
Lösung zeigen
Stopp, Mama oder Papa zeigen – Zusammen schaut ihr es in Ruhe an.
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Verwandte Fragen
- Ist diese Paket-SMS echt? («Paket wartet, Gebühr bezahlen»)
- Was ist Phishing?
- Ich habe auf einen Phishing-Link geklickt – was jetzt?
- Wie erkenne ich, ob eine Internetadresse echt ist?
- Wie erkenne ich gefälschte Anrufe und Nummern (Spoofing)?
Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
- MI.1.2.h Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen – Das Kind erkennt, was ein Beitrag will, zum Beispiel verkaufen oder überzeugen.
- MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
Quellen und Hilfe
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Phishing, Vishing, Smishing
- antiphishing.ch: verdächtige Mails und Seiten melden
- Die Post: Verdächtige SMS oder E-Mail erhalten?
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 10-7 «Betrugsmaschen gesammelt» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).