Die kurze Antwort
Bezahl-Apps wie TWINT oder die Bankkarte im Handy sind sicher, wenn das Handy mit PIN oder Fingerabdruck gesperrt ist und Sie vor jeder Zahlung Name und Betrag prüfen. Betrüger versuchen, Sie zu einer Zahlung zu bringen, die Sie nicht wollen: Wer eine Geld-Anfrage bestätigt, bezahlt. Geld empfangen braucht dagegen nie eine Bestätigung, einen Code oder Kartendaten von Ihnen.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Bezahlen mit dem Handy»
Wie funktioniert das Bezahlen mit dem Handy?
In vielen Ländern gibt es eine verbreitete Bezahl-App, in der Schweiz zum Beispiel TWINT. Damit zahlen Sie an der Kasse, im Hofladen oder an Freunde: QR-Code scannen oder das Handy ans Terminal halten. Auch die Bankkarte kann im Handy wohnen. Zum Zahlen entsperren Sie das Handy und halten es ans Terminal. Der Laden bekommt dabei nur eine Ersatznummer, nie die echte Kartennummer.
Wie sendet man Geld sicher?
- Geld nur an Menschen senden, die Sie persönlich kennen. «Geld senden» und «Geld anfordern» sind für Familie und Freunde gedacht, nicht für Käufe bei Unbekannten.
- Vor dem Senden Name, Telefonnummer und Betrag prüfen. Gesendetes Geld kommt nicht von selbst zurück.
- QR-Codes nur mit der Bezahl-App scannen, nicht mit der Handykamera, und nur aus vertrauenswürdigen Quellen.
- PIN und Sicherheitscodes geheim halten. Weder TWINT noch die Bank fragen je danach.
Was ist der Trick mit der Geld-Anfrage?
Man kann Geld auch anfordern. Dann erscheint auf Ihrem Handy eine Anfrage. Bestätigen Sie sie, zahlen Sie – Sie bekommen nichts. Genau das nutzen Betrüger aus.
- Eine Anfrage von jemandem, den Sie nicht kennen oder nicht erwarten: nicht bestätigen.
- Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor einer «Rückerstattung», die in Wahrheit eine Anfrage ist: Wer auf «akzeptieren» tippt, verliert ein zweites Mal Geld. Geld empfangen muss man in TWINT nie aktiv bestätigen.
Welche Tricks gibt es beim Verkaufen?
- Der «Käufer» schickt eine Anfrage oder einen Link «Geld empfangen» und will eine Bestätigung, Kartendaten oder einen SMS-Code. Falsch: Wer bezahlt, braucht nichts davon.
- Ein Link führt auf eine falsche Support-Seite mit TWINT-Chat, die PIN, Kartennummer und SMS-Code abfragt. Damit übernehmen Betrüger das Konto.
- Ein Bild «Zahlung erfolgt» ist kein Geld. Versenden Sie die Ware erst, wenn der Betrag wirklich auf Ihrem Konto ist.
- Bleiben Sie im Chat der Verkaufsplattform. Am sichersten ist Geld gegen Ware bei der persönlichen Abholung.
Wie schützt man Handy und Bezahl-App?
- Das Handy mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht sperren.
- In der App eine Limite pro Tag einstellen, wenn es diese Möglichkeit gibt. Eine Limite ist wie ein kleines Portemonnaie.
- Ist das Handy weg: die Bezahl-App sofort sperren lassen, dann kann niemand mit Ihrem Handy zahlen. Bei TWINT geht das über den Kundendienst Ihrer TWINT-App.
- Wurden Sie betrogen: sofort die Bank anrufen und genau schildern, was passiert ist. Verdächtige E-Mails im Namen von TWINT leiten Sie an abuse@twint.ch weiter.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Bezahlen mit dem Handy», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Achtung: Geld anfordern
Man kann Geld auch anfordern. Dann erscheint eine Anfrage auf deinem Handy. Bestätigst du sie, zahlst du. Du bekommst nichts. Betrüger nutzen genau das.
Bipo: Anfordern heisst: Die andere Person will dein Geld.
Der Trick beim Verkaufen
Du verkaufst etwas online. Der «Käufer» schickt eine Anfrage oder einen Link «Geld empfangen» und will eine Bestätigung oder Kartendaten. Falsch! Wer bezahlt, braucht nichts davon.
Bipo: Geld bekommen geht ganz ohne dein Zutun.
PIN, Sperre und Limite
Schütze das Handy mit PIN oder Fingerabdruck. In der App kannst du oft eine Limite pro Tag einstellen. Ist das Handy weg, lass die App sofort sperren.
Bipo: Eine Limite ist wie ein kleines Portemonnaie.
Gut zu wissen
Die Karte im Handy ist sogar sicherer als die Plastikkarte: Der Laden bekommt nur eine Ersatznummer, und ohne Entsperren geht nichts.
MerkeVor dem Senden Name und Betrag prüfen. Eine Geld-Anfrage zu bestätigen heisst: Ich zahle. Wer dir Geld schickt, braucht keine Bestätigung von dir. Ein Bild «bezahlt» ist kein Geld.
Wichtige Begriffe
- Bezahl-App
- Eine App, mit der man an der Kasse bezahlt oder Geld an andere schickt, in der Schweiz zum Beispiel TWINT.
- Anfrage
- Jemand fordert Geld von Ihnen an. Wer die Anfrage bestätigt, bezahlt.
- Limite
- Ein Höchstbetrag pro Tag in der App. Er begrenzt den Schaden, falls etwas schiefgeht.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Was passiert, wenn du eine Geld-Anfrage bestätigst?
Lösung zeigen
Du bezahlst – Anfordern heisst: Die andere Person will Geld von dir.
2. Ein Käufer sagt: «Bestätige meine Anfrage oder gib auf meinem Link deine Kartendaten ein, dann kommt das Geld.» Was stimmt?
Lösung zeigen
Das ist ein Trick – Wer bezahlt, braucht keine Bestätigung von dir.
3. Dein Handy ist weg. Was tust du zuerst?
Lösung zeigen
Die Bezahl-App sperren lassen – Dann kann niemand mit deinem Handy zahlen.
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Quellen und Hilfe
- TWINT: Einfach sicher twinten (Sicherheitstipps)
- TWINT: Wie kann ich mein TWINT Prepaid-Konto sperren?
- Polizei Kanton Solothurn: Betrug auf Online-Marktplätzen
- Blick: Bund (BACS) warnt vor drei neuen TWINT-Betrugsmaschen
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion E-2 «Bezahlen mit dem Handy» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).
