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Künstliche Intelligenz

Wie lernt eine KI? (KI trainieren)

  • Für Kinder und Eltern
  • Erklärt
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Eine KI lernt, indem man ihr viele verschiedene Beispiele zeigt und jedes Mal sagt, was sie zeigen – etwa «PET-Flasche» oder «Alu-Dose». Daraus sucht sie selbst nach Merkmalen, zum Beispiel nach Form und Glanz. Danach testet man sie mit Beispielen, die sie noch nie gesehen hat; nur so sieht man, ob sie wirklich gelernt hat.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Selber eine KI trainieren»

Was heisst «eine KI trainieren»?

Ein normales Programm bekommt feste Regeln. Eine KI bekommt stattdessen Beispiele. Stell dir vor, Bipo baut einen Recycling-Roboter. Du zeigst ihm eine Flasche und sagst «PET», dann eine Dose und sagst «Alu». Immer wieder, mit vielen Flaschen und Dosen. Das heisst trainieren. Die Beispiele, aus denen eine KI lernt, nennt man Trainingsdaten. Du bist dabei die Trainerin oder der Trainer.

Woran erkennt die KI, was was ist?

Beim Training sucht die KI selbst nach Merkmalen, die immer wieder vorkommen. Die Flasche hat oben einen schmalen Hals. Die Dose ist ein gerader Zylinder und glänzt wie Metall. Die Farbe hilft kaum, denn PET-Flaschen gibt es durchsichtig, grün oder blau, und Alu-Dosen rot, silbern, grün oder blau. Form und Glanz verraten es, nicht die Farbe. Was die KI so gefunden hat, steckt am Ende in einem Modell – wie ein Spickzettel voller Muster.

Warum braucht eine KI so viele verschiedene Beispiele?

Mit wenigen Beispielen rät die KI oft falsch. Hat sie nur zehn durchsichtige Flaschen gesehen, hält sie eine grüne Dose vielleicht für eine Flasche. Mit vielen guten und verschiedenen Beispielen wird sie immer treffsicherer, genau wie du beim Üben. Sind die Beispiele einseitig, lernt sie etwas Schiefes. Eine KI ist nur so gut wie ihre Trainingsdaten.

Wie prüft man, ob die KI gelernt hat?

  1. Nach dem Training zeigst du etwas Neues, das die KI noch nie gesehen hat.
  2. Sie antwortet zum Beispiel: «Ziemlich sicher eine Dose.» Sie sagt also auch, wie sicher sie ist.
  3. Liegt sie oft falsch oder verwechselt sie zwei Dinge, nimmst du mehr und verschiedene Beispiele auf, auch von anderen.
  4. Dann trainierst und testest du noch einmal. Nur Neues zeigt, ob sie wirklich gelernt hat.

Kann eine KI auch Bewegungen lernen?

Ja. Handy und Uhr haben Sensoren, die Bewegung messen, viele Male pro Sekunde. Daraus werden Kurven: Winken macht Wellen, Hüpfen macht Zacken. Eine KI lernt aus vielen aufgenommenen Beispielen, welche Kurve zu welcher Bewegung gehört. So merkt eine Uhr, ob du gehst oder hüpfst. Auf einem kleinen Computer wie dem micro:bit kann so ein Modell sogar ganz ohne Internet laufen. Dann bleiben die Bewegungsdaten bei dir.

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «Selber eine KI trainieren», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Du bist die Trainerin oder der Trainer

    Eine KI lernt, indem du ihr Beispiele zeigst und sagst, was sie sind. Bipo baut einen Recycling-Roboter: Du zeigst ihm eine Flasche und sagst «PET», dann eine Dose und sagst «Alu». Das heisst trainieren.

    Bipo: Mein Roboter ist bereit! Zeig ihm Flaschen und Dosen.

  • Woran erkennt sie es?

    Beim Training sucht die KI selbst nach Merkmalen: Die Flasche hat oben einen schmalen Hals, die Dose ist ein gerader Zylinder und glänzt wie Metall. Die Farbe hilft kaum, weil es beide in vielen Farben gibt.

    Bipo: Form und Glanz verraten es, nicht die Farbe!

  • Jetzt kommt die Prüfung

    Nach dem Training zeigst du etwas Neues, das die KI noch nie gesehen hat. Sie antwortet: «Ziemlich sicher eine Dose.» Sie sagt auch, wie sicher sie ist.

    Bipo: Neun von zehn Punkten sicher: Dose!

MerkeBeim Trainieren zeigst du der KI viele verschiedene Beispiele und sagst, was sie sind. Danach testest du sie mit neuen Beispielen.

Wichtige Begriffe

trainieren
Einer KI viele Beispiele zeigen und sagen, was sie sind, damit sie daraus lernt.
Merkmal
Etwas, woran man ein Ding erkennt, zum Beispiel der schmale Hals einer Flasche oder der Metallglanz einer Dose.
Sensor
Ein Bauteil, das etwas misst, zum Beispiel Bewegung. Handys und Uhren haben solche Sensoren.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Was heisst «eine KI trainieren»?

    Lösung zeigen

    Ihr viele Beispiele zeigen und sagen, was sie sind – Sie lernt aus den Beispielen.

  2. 2. Welche Beispiele sind besser für das Training?

    Lösung zeigen

    Viele verschiedene Flaschen und Dosen – Je verschiedener, desto besser lernt die KI.

  3. 3. Wie testest du die trainierte KI?

    Lösung zeigen

    Mit einer Flasche oder Dose, die sie noch nie gesehen hat – Nur Neues zeigt, ob sie wirklich gelernt hat.

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Die Lektion dazu

«Selber eine KI trainieren»

Lektion 3 von 9 aus der Welt «KI-Akademie»

Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten.

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Mehr dazu im Spiel: «Bewegung erkennen: KI auf dem Gerät» · «Was ist KI?» · «Schlechte Beispiele machen eine KI ungerecht»

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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.2.1.a Dinge nach Eigenschaften ordnen – Das Kind ordnet Dinge nach Farbe, Form oder Grösse, damit es sie schneller findet.
  • MI.2.3.l Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe; Vergleich mit Lebewesen – Das Kind kennt Sensor, Prozessor, Speicher und Aktor und vergleicht sie mit Sinnen, Gehirn und Muskeln.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 15-3 «Selber eine KI trainieren» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

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