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Handy und Familie

Abo-Falle und Kostenfallen auf dem Handy: So schützen Sie Ihr Kind

  • Für Eltern
  • Was tun?
  • 7 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Kostenfallen auf dem Handy kommen meist als «gratis»: ein Test, der nach ein paar Tagen zum Abo wird, ein Gewinnspiel, bei dem man die Handynummer eintippt, oder eine SMS an eine teure Kurznummer. Lassen Sie beim Handy-Anbieter Ihres Kindes SMS-Kurznummern und Mehrwertnummern sperren und machen Sie ab: Nummer, Adresse oder Kartendaten werden nie in ein Fenster getippt. Vor Reisen schalten Sie das Datenroaming aus oder legen eine Kostenlimite fest.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Abo-Fallen und Kostenfallen»

Welche Kostenfallen gibt es auf dem Handy?

Die meisten Fallen sehen harmlos aus. Sie locken mit etwas Gratis und verstecken den Preis.

  • Gratis testen: Apps und Webseiten bieten einen Test an. Nach ein paar Tagen läuft daraus ein Abo, das jede Woche oder jeden Monat kostet, bis man kündigt.
  • Das Kleingedruckte: Der Knopf ist gross und bunt, der Preis steht winzig darunter. Steht dort «pro Woche» oder «Abo», ist es nicht gratis.
  • «Du hast gewonnen!»: Ein blinkendes Fenster verspricht ein Handy oder einen Gutschein. Wer seine Nummer eintippt oder auf «Weiter» drückt, landet oft in einem teuren Abo.
  • Teure Kurznummern: Abstimmungen, Klingeltöne oder Spiele über eine Kurznummer kosten Geld, das auf der Handyrechnung landet.
  • Roaming: Im Ausland, auf Schiffen und im Flugzeug funkt das Handy über fremde Netze. Das kann sehr teuer werden.

Wie schützen Sie Ihr Kind vorher?

  1. Beim Handy-Anbieter sperren lassen: die Sperre für SMS- und MMS-Kurznummern (der Anbieter muss sie kostenlos anbieten – für alle Kurznummern oder nur für Erwachsenen-Angebote) und die Sperre für Mehrwertnummern wie 0900, 0901 und 0906.
  2. Prepaid oder Kostenlimite wählen: Bei Prepaid werden Kosten direkt vom Guthaben abgezogen, so bleibt der Schaden begrenzt. Bei einem Abo fragen Sie den Anbieter nach einer Kostenlimite.
  3. Käufe in App-Stores mit der Kaufanfrage sperren. Wie das geht, steht auf der Seite «Was sind In-App-Käufe und wie sperre ich sie?».
  4. Das Kleingedruckte gemeinsam üben: Steht unter dem grossen «Gratis»-Knopf ein Preis, «pro Woche» oder «Abo», heisst es Stopp. Ein Bildschirmfoto vom Angebot hilft später als Beweis.
  5. Eine klare Regel abmachen: bei Gewinnspiel-Fenstern nie Handynummer, Adresse oder Kartendaten eintippen und nicht auf «Weiter», «Start» oder «Bestätigen» drücken. Auf SMS von unbekannten Nummern nicht antworten.
  6. Die Handyrechnung jeden Monat anschauen: Mehrwertdienste müssen dort getrennt aufgeführt sein. Unbekannte Kurznummern fallen so rasch auf.

Worauf achten Sie im Ausland?

Vor einer Reise das Datenroaming ausschalten oder ein Datenpaket kaufen und beim Anbieter eine Kostenlimite setzen. Im Hotel-WLAN surfen, unterwegs die mobilen Daten aus. Auf Schiffen und im Flugzeug den Flugmodus nutzen: Satellitennetze haben keine geregelten Preise. Auch in Grenznähe kann sich das Handy in ein ausländisches Netz einbuchen.

Was tun, wenn Ihr Kind hineingefallen ist?

Kein Drama – vieles lässt sich rückgängig machen. Danken Sie Ihrem Kind, dass es davon erzählt: Je früher Sie es wissen, desto weniger kostet es.

  1. Bildschirmfotos von SMS, Angebot und Rechnung machen.
  2. SMS-Abo beenden: «STOPP» und den Namen des Dienstes an die Kurznummer schicken. Ist unklar, wem die Nummer gehört, nennt die Hotline Ihres Handy-Anbieters den Inhaber.
  3. App-Abo kündigen – das Löschen der App genügt nicht. iPhone: Einstellungen › Ihr Name › Abonnements › gewünschtes Abo › Abo kündigen. Android: in der Google Play App unter «Abos».
  4. Wurden Kreditkartendaten eingegeben: die Karte sofort sperren lassen.
  5. Den unberechtigten Betrag schriftlich beim Handy-Anbieter bestreiten und den Rest der Rechnung fristgerecht bezahlen. Während der Klärung darf der Anbieter den Anschluss nicht sperren oder kündigen. Musterbriefe gibt es beim Konsumentenschutz.
  6. Bei einer Abo-Falle im Internet: der Firma eingeschrieben schreiben, dass Sie getäuscht wurden, und den Vertrag wegen Irrtums und Täuschung anfechten.
  7. Keine Einigung? Die Schlichtungsstelle Telekommunikation (Ombudscom) hilft, wenn Sie sich vorher um eine Einigung bemüht haben; das Verfahren kostet 20 Franken. Kommt eine Betreibung, innert 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben.

So erklärt es Bipo den Kindern

3 Lernkarten aus der Lektion «Abo-Fallen und Kostenfallen», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Gratis heute, teuer morgen

    Viele Apps und Webseiten locken mit «gratis testen». Nach ein paar Tagen läuft daraus oft ein Abo: Es kostet jede Woche oder jeden Monat, bis man kündigt.

    Bipo: Gratis ist manchmal nur der Köder.

  • Du hast gewonnen! Oder nicht?

    Ein Fenster blinkt: «Du hast ein Handy gewonnen!» Meist ist das eine Falle. Wer seine Nummer eintippt oder «Weiter» drückt, landet oft in einem teuren Abo.

    Bipo: Echte Preise blinken nicht im Internet.

  • Achtung im Ausland: Roaming

    Im Ausland, auf Schiffen und im Flugzeug funkt das Handy über fremde Netze. Das heisst Roaming und kann sehr teuer werden. Vor der Reise schaut ihr die Einstellungen an.

    Bipo: Im Hotel-WLAN surfen, unterwegs Daten aus. Clever!

Gut zu wissen

Ein Abo über eine SMS-Kurznummer darf erst Geld kosten, wenn es auf dem Handy ausdrücklich bestätigt wurde, und der Anbieter muss vorher über Preis und Abbestellen informieren. Gratis-Angebote, die nach Kreditkartendaten fragen, sind fast immer ein Grund zur Vorsicht.

MerkeGratis-Tests, Gewinnspiele und teure Nummern werden oft zur Kostenfalle. Lies das Kleingedruckte, tipp nie deine Nummer ein, achte im Ausland auf Roaming und sag es sofort Mama oder Papa.

Wichtige Begriffe

Abo-Falle
Ein Angebot, das gratis wirkt, aber heimlich ein Abo startet, das jede Woche oder jeden Monat Geld kostet.
Kleingedrucktes
Der winzige Text unter einem grossen Knopf. Dort stehen oft Preis und Abo – darum zuerst lesen, dann tippen.
Roaming
Das Handy funkt im Ausland, auf Schiffen oder im Flugzeug über fremde Netze. Das kann sehr teuer werden.

Testen Sie sich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.

  1. 1. Was steckt oft hinter «gratis testen»?

    Lösung zeigen

    Ein Abo, das danach Geld kostet – Es kostet, bis man kündigt.

  2. 2. Ein Fenster blinkt: «Du hast gewonnen!» Was tust du?

    Lösung zeigen

    Fenster schliessen, nichts eintippen – Echte Preise blinken nicht im Internet.

  3. 3. Was ist Roaming?

    Lösung zeigen

    Funken über fremde Netze im Ausland – Das kann sehr teuer werden.

Selbst ausprobieren

Die Lektion dazu

«Abo-Fallen und Kostenfallen»

Lektion 6 von 11 aus der Welt «Handy-Profi»

Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten – Sie bestimmen das Tempo.

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Entdecken · Spielen · Mission · Test · Anhören

Mehr dazu im Spiel: «Bezahlen mit dem Handy» · «Konten, Updates, Kinderschutz»

Verwandte Fragen

Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
  • MI.1.2.h Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen – Das Kind erkennt, was ein Beitrag will, zum Beispiel verkaufen oder überzeugen.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 13-11 «Abo-Fallen und Kostenfallen» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

Bipo holt die Werkstatt …