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Ist öffentliches WLAN gefährlich?

Für Erwachsene

Die kurze Antwort

Öffentliches WLAN ist praktisch, aber weniger sicher als das eigene Netz zu Hause: Oft hat es kein Passwort oder eines für alle, und Betrüger können einen eigenen Hotspot mit vertrauenswürdigem Namen aufstellen. Zum Lesen von Nachrichten oder Fahrplänen auf Seiten mit «https» reicht es. Für E-Banking, vertrauliche E-Mails und wichtige Anmeldungen nehmen Sie besser die mobilen Daten oder den Hotspot Ihres eigenen Handys. Schalten Sie ausserdem das automatische Verbinden mit offenen Netzen aus.

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So geht's

  1. Nach dem genauen Namen des WLANs fragen – an der Rezeption, im Café oder auf dem Aushang – und sich nur mit diesem verbinden. Betrüger geben ihren Hotspots Namen wie «Airport free WLAN».
  2. Netze mit Passwort vorziehen. Ein ganz offenes Netz ohne Passwort ist die unsicherste Wahl.
  3. Kein E-Banking, keine vertraulichen E-Mails und keine wichtigen Anmeldungen im öffentlichen WLAN. Dafür die mobilen Daten nutzen oder das eigene Handy als persönlichen Hotspot – im Ausland können dabei Roaming-Kosten entstehen.
  4. Auf «https» und das Schloss in der Adresszeile achten: Dann ist der Weg zwischen Ihrem Gerät und der Webseite verschlüsselt. Meldet der Browser eine unsichere Verbindung, geben Sie nichts Vertrauliches ein.
  5. In den Geräteeinstellungen das automatische Verbinden mit offenen WLANs ausschalten und das WLAN ganz ausschalten, wenn Sie es nicht brauchen.
  6. E-Banking und Bezahlen nur auf eigenen, geschützten Geräten – nie am Gäste-Computer im Hotel.

Was im öffentlichen WLAN passieren kann

  • Mitlesen: Viele Hotspots haben kein Passwort oder ein gemeinsames für alle. Dann könnten andere im selben Netz unverschlüsselte Daten mitlesen.
  • Falscher Hotspot: Mit einem Handy lässt sich ein WLAN mit frei gewähltem Namen aufstellen – auch mit einem Namen, der wie das echte Hotel- oder Bahnhofs-WLAN aussieht.
  • Apps: Nicht nur der Browser, auch Apps senden Daten – und nicht jede verschlüsselt sie.
Gut zu wissen

Das Schloss schützt nur den Weg. Ob die Seite echt ist, zeigt es nicht – mehr dazu auf der Seite «Was bedeutet das Schloss in der Adresszeile?».

Hilft ein VPN?

Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) verschlüsselt den ganzen Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Server des VPN-Anbieters, auch den von Apps. Im öffentlichen WLAN kann dann niemand im selben Netz mitlesen. Das BACS rät, wenn möglich ein VPN zu verwenden. Nüchtern betrachtet gilt aber:

  • Der Schutz reicht nur bis zum VPN-Server. Dem Anbieter müssen Sie vertrauen, denn Ihr ganzer Datenverkehr läuft über ihn.
  • Gratis-VPNs sind oft eingeschränkt oder langsamer und werten nicht selten persönliche Daten für Werbung aus.
  • Ein VPN schützt nur den Weg. Vor gefälschten Webseiten und Betrugsnachrichten schützt es nicht.
Gut zu wissen

Für E-Banking unterwegs sind die mobilen Daten des eigenen Handys der einfachere Weg – ganz ohne zusätzliches Programm.

Gut zu wissen

Ein falscher Hotspot sieht in der WLAN-Liste genau gleich aus wie ein echter. Darum hilft eine einfache Regel: Banking und wichtige Anmeldungen nur über die mobilen Daten oder das eigene Netz zu Hause.

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Quellen und Hilfe

Verwandte Fragen

Stand: Oktober 2026 · Aus der Montibit-Lektion 10-2 «Das Schloss im Browser»

Hinweis: Die Hilfe-Antworten sind allgemeine Information und ersetzen keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz), 116 111 (Deutschland) oder 147 (Österreich). Für die Inhalte verlinkter Seiten sind deren Betreiber verantwortlich.