Die kurze Antwort
Updates schliessen Sicherheitslücken, durch die Angreifer sonst in Handy oder Computer gelangen – darum lohnt es sich, automatische Updates einzuschalten. Echte Updates kommen immer über die Einstellungen des Geräts oder des Browsers oder über den offiziellen App-Store. Ein Fenster auf einer Webseite, das ein «dringendes Update» oder einen Virenbefall meldet, ist eine Falle: nichts anklicken, nichts herunterladen, keine Nummer anrufen und den Browser schliessen.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Updates und Sicherungskopie»
So geht's
- Automatische Updates einschalten – für das Betriebssystem, den Browser und alle Apps. Das ist der einfachste Schutz.
- Updates nur dort holen, wo sie hingehören: beim iPhone unter Einstellungen › Allgemein › Softwareupdate, bei Android und am Computer in den Einstellungen des Geräts, Apps über den App Store oder Google Play.
- Meldet eine Webseite «Ihr Browser ist veraltet – jetzt aktualisieren» oder «Ihr Computer ist infiziert»: nichts anklicken und nichts herunterladen. Offizielle Browser-Updates laufen nie über eine Webseite.
- Den Browser schliessen. Reagiert er nicht mehr: unter Windows Ctrl + Alt + Del drücken und im Task-Manager den Browser beenden, am Mac Cmd + Option + Esc drücken und im Fenster «Programme sofort beenden» den Browser beenden. Hilft das nicht, den Computer aus- und wieder einschalten.
- Nie die Telefonnummer aus so einer Warnung anrufen. Dahinter stecken Betrüger, die sich als Microsoft- oder Apple-Support ausgeben und Fernzugriff auf Ihren Computer wollen.
- Nie Befehle kopieren und in die PowerShell oder ein anderes Befehlsfenster einfügen, nur weil eine Webseite das für eine «Reparatur» oder eine Prüfung «Ich bin kein Roboter» verlangt.
- Mitteilungen (Push-Benachrichtigungen) von unbekannten Webseiten in den Browser-Einstellungen ausschalten. Falsche Virenwarnungen kommen oft auf diesem Weg.
- Alte Geräte und Programme ersetzen, wenn sie keine Sicherheitsupdates mehr bekommen. Windows 10 zum Beispiel sollte nicht mehr eingesetzt werden.
So erkennen Sie ein falsches Update-Fenster
- Es erscheint auf einer Webseite im Browser – nicht in den Einstellungen Ihres Geräts.
- Es macht Druck: Warnton, rote Warnfarben, «sofort handeln».
- Es verlangt, eine Datei herunterzuladen, eine Telefonnummer anzurufen oder einen Befehl einzufügen.
- Es meldet Viren und bietet gleich ein angebliches Schutz- oder Reinigungsprogramm an.
- Der Browser lässt sich scheinbar nicht mehr schliessen.
Schon geklickt, installiert oder angerufen?
- Nur das Fenster gesehen und nichts installiert: Browser schliessen, Mitteilungen der Seite ausschalten – mehr ist nicht nötig.
- Eine Datei heruntergeladen, aber nicht geöffnet: die Datei löschen, ohne sie zu öffnen.
- Ein Programm installiert oder einem Anrufer Fernzugriff gegeben: Internet trennen und sofort die Bank oder die Kreditkartenfirma anrufen, damit E-Banking und Karte gesperrt werden.
- Von einem anderen, sauberen Gerät aus die Passwörter Ihrer Online-Konten ändern, zuerst E-Mail und E-Banking, und wo möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten.
- Den Computer von einer Fachperson zurücksetzen und neu installieren lassen.
- Bei Schaden Anzeige bei der Kantonspolizei erstatten – am besten vorher telefonisch anmelden.
Gut zu wissen
Der wichtigste Unterschied: Ein echtes Update holen Sie selbst – über die Einstellungen oder den App-Store. Ein falsches Update kommt zu Ihnen – als Fenster auf einer Webseite, das Druck macht.
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- MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
- MI.2.1.k Datenreplikation: Backup, Synchronisation, Versionierung – Das Kind kennt Sicherungskopie, Synchronisieren und Versionen und wendet sie an.
Quellen und Hilfe
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): «ClickFix» – wenn eine vermeintliche Fehlerbehebung Schadsoftware installiert
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Unerwünschte Virenwarnung – ist mein Computer infiziert?
- cybercrimepolice.ch: Falsche Sicherheitswarnung beim Surfen im Internet
- eBanking – aber sicher! (Hochschule Luzern): Vorbeugen mit Software-Updates
- Apple Support: iPhone oder iPad aktualisieren
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 5-7 «Updates und Sicherungskopie» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).