Die kurze Antwort
Die WHO führt die Spielstörung («Gaming Disorder») in ihrer Krankheitsliste ICD-11. Anzeichen sind nicht die Stunden allein, sondern dass Spielen über längere Zeit wichtiger wird als Schule, Freunde, Schlaf und Essen, das Kind nicht aufhören kann, obwohl es Probleme gibt, und gereizt reagiert, wenn es nicht spielen darf. Dann hilft eine Suchtberatung – in der Schweiz zum Beispiel über SafeZone.ch oder die Elternberatung von Pro Juventute.
Geprüft am 20.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Gamezeit und Gamesucht»
So geht's
- Genau hinschauen: Vernachlässigt Ihr Kind Hausaufgaben, Hobbys und Freunde? Schläft es wegen Spielen zu wenig?
- Achten Sie auf Kontrollverlust: Es will aufhören, schafft es aber nicht, und spielt weiter, obwohl Schule oder Familie leiden.
- Gereiztheit, Rückzug und Heimlichkeit können weitere Hinweise sein.
- Ruhig das Gespräch suchen, ohne Vorwürfe: Was gibt dem Kind das Spiel? Was fehlt ihm sonst?
- Gemeinsam Regeln und Alternativen finden, auch für die Wochenenden.
- Fachliche Hilfe holen: Eine Diagnose stellt immer eine Fachperson. In der Schweiz beraten SafeZone.ch (anonym, online), kantonale Suchtberatungen und die Pro Juventute Elternberatung.
Gut zu wissen
Eine echte Spielstörung ist selten. Ärzte sprechen in der Regel erst davon, wenn die Probleme über etwa ein Jahr bestehen.
Selbst ausprobieren
«Gamezeit und Gamesucht»
Lektion 9 von 12 aus der Welt «Spiele-Werkstatt»
Mit Bildkarten, Spiel, Mission und kurzem Test. Gratis, ohne Anmeldung, es wird nichts gespeichert. Etwa 15 bis 20 Minuten – Sie bestimmen das Tempo. Die Lektion ist für Kinder gemacht – und auch für Erwachsene ein schneller Weg, das Wichtigste selbst auszuprobieren.
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Verwandte Fragen
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
- MI.1.1.b Vor- und Nachteile medialer Erfahrungen benennen – Das Kind weiss, was an Erlebnissen über Bildschirme gut und weniger gut ist, und kann erklären, warum es Medien nutzt.
Quellen und Hilfe
- WHO: Gaming disorder (Fragen und Antworten)
- Pro Juventute: Ab wann spricht man von einer Gamesucht?
- SafeZone.ch: Gaming-Sucht – Ursachen, Risiken und Hilfe
- Sucht Schweiz: Online-Aktivitäten – Prävention
Geprüft am 20.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 18-6d «Gamezeit und Gamesucht» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten