Die kurze Antwort
Influencer verdienen Geld mit Werbung – und Werbung muss als Werbung erkennbar sein, zum Beispiel mit «Werbung», «Anzeige» oder «bezahlte Partnerschaft». Achte auch auf Rabattcodes, Links zu Shops und Firmen, die mit @ markiert sind: Dort verdient oft jemand mit. Auch ein Gratis-Paket von einer Firma ist eine Art Bezahlung. Frag dich darum bei jedem Lob: Ist das echte Meinung – oder Werbung?
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Influencer»
So geht's
- Lies den Text unter dem Video oder Bild: Steht dort «Werbung», «Anzeige», «gesponsert», «Kooperation» oder ein Hashtag wie #werbung oder #ad? Dann ist der Beitrag bezahlt.
- Achte auf Rabattcodes wie «-20 % mit Code …» und auf Links zu Shops. Über solche Links verdienen Influencer oft an jedem Kauf mit.
- Schau, ob Firmen oder Marken mit @ markiert sind. Bei Influencern ist das oft der einzige Hinweis auf Werbung.
- Denk an Geschenke: Firmen schicken Influencern Produkte gratis, damit sie sie zeigen. Auch was beim Unboxing – dem Auspacken vor der Kamera – zum Vorschein kommt, kann so ein Geschenk sein.
- Achte auf Sachen, die nur nebenbei im Bild sind: Kleider, Getränke, ein Spiel im Hintergrund. Das heisst Produktplatzierung und ist besonders schwer zu erkennen.
- Denk daran: Streamer und Influencer reden, als wären sie deine Freunde. Aber sie sprechen zu sehr vielen Menschen gleichzeitig, und das ist ihre Arbeit. Du musst nie etwas kaufen oder spenden, um dazuzugehören.
- Willst du etwas unbedingt haben, weil es alle im Video haben? Schlaf eine Nacht darüber und sprich mit deinen Eltern. Am nächsten Tag ist der Wunsch oft kleiner.
- Mach ein Detektiv-Spiel daraus: Schau mit Mama oder Papa ein Lieblingsvideo an und sucht zusammen alle Stellen, an denen jemand Geld verdient.
Diese Wörter und Zeichen bedeuten oft Werbung
- «Werbung», «Anzeige», «bezahlte Partnerschaft»
- «gesponsert», «Sponsored», «Kooperation», «Danke für die Zusammenarbeit mit …»
- Hashtags wie #werbung, #anzeige oder #ad
- «Code», «Rabattcode», «Sale», «reduziert»
- eine Firma oder Marke, die mit @ markiert ist
- Links mit einem Sternchen * oder einem Hinweis in Klammern
Für Eltern: Werbung gemeinsam erkennen
Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich ihren Lieblings-Influencern nah – Empfehlungen wirken dann wie ein Tipp von Freunden. Interessieren Sie sich für die Idole Ihres Kindes, statt sie schlechtzumachen, und schauen Sie ab und zu gemeinsam.
- Fragen statt erklären: «Ist das echte Meinung – oder Werbung?», «Woran verdient sie hier Geld?»
- Rabattcodes, Shop-Links und markierte Firmen zusammen suchen.
- Über Wünsche reden, die nach einem Video entstehen, und eine Nacht darüber schlafen.
Gut zu wissen
In der Schweiz sagt die Lauterkeitskommission: Werbung ist unfair, wenn man nicht eindeutig erkennt, dass es Werbung ist. Ein Hinweis, der zwischen vielen Hashtags versteckt ist, reicht nicht.
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«Influencer»
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.2.h Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen – Das Kind erkennt, was ein Beitrag will, zum Beispiel verkaufen oder überzeugen.
- MI.1.2.a Einfache Medienbeiträge verstehen, Werbung erkennen – Das Kind versteht einfache Bilder, Töne und Filme und erkennt Werbung.
- MI.1.2.i Organisation und Finanzierung von Medien – Das Kind weiss, wie sich Medien und Gratis-Angebote bezahlen, zum Beispiel mit Werbung oder Daten.
Quellen und Hilfe
- Jugend und Medien (Bundesamt für Sozialversicherungen): Werbung und Influencing
- Saferinternet.at: Wie erkennt man Werbung im Internet?
- Saferinternet.at: Was sind Influencer und welche Rolle spielen sie für Jugendliche?
- klicksafe: Influencer – wichtige Vorbilder oder schlechter Einfluss?
- SRF: Lauterkeitskommission rügt Influencer-Posts ohne Werbehinweis (12.7.2019)
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 12-3 «Influencer» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten