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Was mache ich mit einem Kettenbrief?

  • Für Kinder und Eltern
  • Was tun?
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Löschen und nicht weiterschicken: Ein Kettenbrief droht oft mit etwas Schlimmem, wenn man ihn nicht weiterleitet – das ist erfunden und will nur Angst machen. Wenn du ihn löschst, passiert nichts. Macht dir ein Kettenbrief trotzdem Angst, zeig ihn einem Erwachsenen.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «WhatsApp und Gruppenchats»

Was ist ein Kettenbrief?

«Schick das an zehn Leute, sonst passiert etwas Schlimmes!» So beginnt oder endet ein Kettenbrief. Er kommt im Klassenchat, per SMS oder in Social Media, oft von Freunden, die ihn selbst bekommen haben. Er hat keine Zauberkraft. Er will nur, dass du Angst bekommst und ihn weiterschickst – damit er sich immer weiter verbreitet.

Welche Arten von Kettenbriefen gibt es?

  • Angstmacher: Sie drohen mit Unglück, Monstern oder sogar dem Tod von Angehörigen, manchmal mit gruseligen Bildern, Videos oder Sprachnachrichten. Mit KI gemachte Bilder und Stimmen wirken dabei besonders echt.
  • Warnungen: Sie warnen vor einer angeblichen Gefahr, einer Krankheit, einem Virus oder einem fremden Menschen. Meist ist die Warnung falsch.
  • Beliebtheits-Tests: «Schick mir ein Herz, wenn du mich magst!» Sie messen nicht, wer dich wirklich mag, machen aber Druck.
  • Klick-Köder: Sie wollen, dass du auf einen Link tippst. Dahinter kann Schadsoftware oder Betrug stecken.
  • Falsche Gebühren-Warnungen: «Die App wird bald kostenpflichtig, ausser du schickst das weiter!» Auch das ist erfunden.

Was mache ich mit einem Kettenbrief?

  1. Nicht weiterleiten. Die Kette endet bei dir – das ist stark.
  2. Keinen Link darin antippen.
  3. Die Nachricht löschen. Es passiert nichts Schlimmes, wenn du einen Kettenbrief nicht weiterschickst.
  4. Wenn dir der Kettenbrief Angst macht: einem Erwachsenen zeigen und darüber reden.

Was hilft, wenn ein Kettenbrief Angst macht?

Angst zu haben ist ganz normal – die Kettenbriefe sind ja genau dafür gemacht. Du bist nicht dumm, wenn dich einer erschreckt. Erzähl es Mama, Papa oder einem anderen Erwachsenen. Sie können dir erklären, dass die Geschichte erfunden ist. Hilft das nicht, oder magst du lieber mit jemand Fremdem reden, ist die 147 von Pro Juventute für dich da, rund um die Uhr.

Wie können Eltern helfen?

  • Ängste ernst nehmen, auch wenn der Inhalt für Erwachsene offensichtlich erfunden ist.
  • Das Thema von sich aus ansprechen und fragen, welche Kettenbriefe gerade herumgehen.
  • Erklären, dass die beschriebenen Gefahren Falschmeldungen sind und nichts passiert, wenn man nicht weiterleitet.
  • Gemeinsam abmachen, welche Nachrichten man weiterschicken darf – und dass man Kettenbriefe löscht.

So erklärt es Bipo

3 Lernkarten aus der Lektion «WhatsApp und Gruppenchats», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Kettenbriefe

    «Schick das an zehn Leute, sonst passiert etwas Schlimmes!» Das ist ein Kettenbrief. Er ist erfunden und will nur Angst machen. Nicht weiterleiten, einfach löschen.

    Bipo: Ein Kettenbrief hat keine Zauberkraft. Löschen ist sicher.

  • Schulhof mit Lautsprecher

    Eine Klassengruppe ist wie ein Schulhof mit Lautsprecher: Alles, was du schreibst, hören alle. Und es bleibt gespeichert.

    Bipo: Was du in die Gruppe rufst, hört die ganze Klasse.

  • Challenges und Mutproben

    Manche Challenges im Netz sind lustig, andere gefährlich. Kann etwas wehtun, krank machen oder Ärger geben, machst du nicht mit. Frag einen Erwachsenen.

    Bipo: Nein sagen ist die mutigste Mutprobe.

Gut zu wissen

Ein Kettenbrief hat keine Zauberkraft. Das Einzige, was er wirklich kann: Angst machen und sich verbreiten. Wer löscht, gewinnt.

MerkeEine Gruppe ist ein Schulhof mit Lautsprecher: freundlich schreiben, Kettenbriefe löschen, bei gefährlichen Mutproben Nein sagen.

Wichtige Begriffe

Gruppenchat
Ein Chat, in dem viele gleichzeitig schreiben. Dort verbreiten sich Kettenbriefe besonders schnell.
Kettenbrief
Eine Nachricht, die verlangt, sie weiterzuschicken, und oft mit Unglück droht. Sie ist erfunden: löschen.
Challenge
Eine Mutprobe oder Aufgabe im Netz. Manche kommen wie Kettenbriefe daher. Kann etwas wehtun, macht man nicht mit.

Teste dich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tipp auf eine Antwort.

  1. 1. Ein Kettenbrief droht: «Schick mich weiter, sonst passiert etwas!» Was tust du?

    Lösung zeigen

    Löschen – Ein Kettenbrief will nur Angst machen.

  2. 2. In der Gruppe sollen alle eine Mutprobe machen, die wehtun kann. Was tust du?

    Lösung zeigen

    Nein sagen, erzählen – Nein sagen ist die mutigste Mutprobe.

  3. 3. Warum ist eine Klassengruppe wie ein Schulhof mit Lautsprecher?

    Lösung zeigen

    Alle lesen mit, alles bleibt – Was du in die Gruppe schreibst, hören alle.

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Die Lektion dazu

«WhatsApp und Gruppenchats»

Lektion 3 von 14 aus der Welt «Netz-Bürger»

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Mehr dazu im Spiel: «Freundlich sein und die Maske» · «Freunde oder Follower?»

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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.1.4.b Medien für gemeinsames Arbeiten nutzen, Sicherheitsregeln befolgen – Das Kind arbeitet und tauscht sich mit Medien aus und hält sich an Sicherheitsregeln.
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Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 11-3 «WhatsApp und Gruppenchats» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

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