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Sicherheit und Betrug

Wie erkenne ich gefälschte Anrufe und Nummern (Spoofing)?

  • Für Erwachsene
  • Was tun?
  • 5 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Beim Spoofing lassen Betrüger auf Ihrem Display eine fremde Nummer erscheinen – eine Schweizer Nummer, die Nummer Ihrer Bank oder sogar die 117 der Polizei. Die angezeigte Nummer beweist darum nichts. Wer am Telefon Geld, Codes oder Passwörter will, ist verdächtig: Legen Sie auf und rufen Sie selbst über die offizielle Nummer zurück.

Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Hacker: die Guten und die Bösen»

Was ist Spoofing am Telefon?

Spoofing heisst: Die Nummer, die auf dem Display erscheint, ist gefälscht. So kann bei einem Anruf aus dem Ausland eine Schweizer Nummer stehen, eine Bank- oder Firmennummer oder sogar die Notrufnummer 117. Kriminelle nutzen das, um seriös zu wirken und dann Zahlungen, Kontoangaben oder Passwörter zu erfragen. Auch SMS lassen sich so fälschen, dass sie im Verlauf echter Nachrichten einer Firma erscheinen.

Woran erkenne ich einen gefälschten Anruf?

  • Druck und Eile: Ihr Konto sei in Gefahr, ein Angehöriger in Not, Ihr Gerät habe ein Problem.
  • Es geht um Geld, Wertsachen, Codes, Passwörter oder Fernzugriff auf Ihren Computer.
  • Der Anrufer will, dass Sie Geld auf ein «sicheres Konto» überweisen. So etwas verlangt keine Bank.
  • Eine Bandansage der «Polizei» verlangt, eine Taste zu drücken. Echte Polizei und Behörden rufen nie mit einer Bandansage an.
  • Ein angeblicher Polizist will Geld oder Schmuck abholen lassen. Die Polizei holt nie Geld oder Wertsachen ab.

Auf dem Display steht 117 – was nun?

Die Polizei ruft nie über die Notrufnummer an. Die Kantonspolizei Solothurn rät: Erscheint die 117 auf dem Display, den Anruf nicht entgegennehmen und die Polizei Ihres Kantons informieren. Haben Sie schon abgenommen: auflegen und die Polizei selbst über 117 oder die lokale Polizeistelle anrufen.

Wie reagiere ich richtig?

  1. Auflegen. Das ist nicht unhöflich, sondern schlau – auch wenn der Anrufer nett ist.
  2. Keine Codes, Passwörter oder Kontodaten nennen und nichts installieren.
  3. Selbst zurückrufen, aber nicht mit der Rückruftaste: Wählen Sie die offizielle Nummer von der Bankkarte, der Rechnung oder der Webseite.
  4. Bei angeblichen Verwandten in Not: die Person über die Nummer anrufen, die Sie schon kennen, oder nach dem Familien-Codewort fragen.
  5. Den Anruf der Polizei melden, auch wenn Sie nichts bezahlt haben.

Tun die Telefonfirmen nichts dagegen?

Doch. Nach den Vorschriften des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) müssen Anrufe aus dem Ausland, die eine Schweizer Nummer zeigen, gekennzeichnet werden – für Festnetznummern seit 1. Januar 2026, für Handynummern seit 1. Juli 2026. Ist das nicht möglich, wird die Nummer entfernt, und Ihr Anbieter kann den Anruf auch ganz sperren. Eine angezeigte Nummer bleibt trotzdem kein Beweis: Prüfen müssen Sie selbst.

So erklärt es Bipo den Kindern

3 Lernkarten aus der Lektion «Hacker: die Guten und die Bösen», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Der Trick-Anruf

    Am Telefon sagt jemand: «Ich bin vom Support, dein Gerät hat ein Problem.» Oder: «Ich bin ein Verwandter in Not.» Er macht Druck und will Geld oder Codes.

    Bipo: Wer Druck macht, will dich überlisten.

  • So schützt du dich

    Verrate nie Passwörter oder Codes, auch nicht, wenn jemand nett fragt. Leg einfach auf. Dann erzählst du es Mama oder Papa, und ihr ruft selbst die echte Nummer an.

    Bipo: Auflegen ist nicht unhöflich. Es ist schlau!

  • Der Trick mit dem Menschen

    Oft knacken Betrüger gar keinen Computer, sondern den Menschen. Sie geben sich als jemand anderes aus und fragen nett nach einem Passwort. Das heisst Social Engineering.

    Bipo: Der einfachste Weg ins Haus: Jemand macht die Tür auf.

MerkeWeisshüte suchen Lücken mit Erlaubnis und melden sie. Schwarzhüte brechen ein. Trickbetrüger wollen Codes: nie verraten, auflegen, Mama oder Papa holen.

Wichtige Begriffe

Hacker
Jemand, der Computer so gut kennt, dass er Schwachstellen findet. Schwarzhüte brechen damit ohne Erlaubnis ein, Weisshüte melden die Lücken.
Weisshut
Ein Hacker, der Lücken mit Erlaubnis sucht und meldet, damit sie geflickt werden.
Social Engineering
Betrüger tricksen den Menschen aus statt den Computer – zum Beispiel mit einer gefälschten Nummer und einer glaubwürdigen Geschichte.

Testen Sie sich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.

  1. 1. Ein Anrufer sagt, er sei vom Support, und will einen Code. Was tust du?

    Lösung zeigen

    Auflegen, Mama oder Papa holen – Echte Helfer fragen nie nach Codes.

  2. 2. Was heisst Social Engineering?

    Lösung zeigen

    Den Menschen austricksen – Betrüger fragen nett und machen Druck.

  3. 3. Wozu ist ein Familien-Codewort gut?

    Lösung zeigen

    Falsche Anrufer entlarven – Ein Betrüger kennt das Codewort nicht.

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Die Lektion dazu

«Hacker: die Guten und die Bösen»

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Mehr dazu im Spiel: «Schockanruf und Enkeltrick» · «E-Banking sicher nutzen» · «Falscher Support am Telefon»

Verwandte Fragen

Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
  • MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
  • MI.1.4.c Mit Medien kommunizieren nach Sicherheits- und Verhaltensregeln – Das Kind schreibt und chattet freundlich und sicher.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 10-5 «Hacker: die Guten und die Bösen» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).

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