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Schadet der Bildschirm den Augen? Die 20-20-20-Regel

Für Eltern

Die kurze Antwort

Dass der Bildschirm allein kurzsichtig macht, ist nicht belegt. Entscheidend ist laut Augenärzten vor allem, wie lange ein Kind ohne Pause in die Nähe schaut, wie nah es das Gerät oder Buch hält und wie wenig Zeit es draussen verbringt. Die 20-20-20-Regel hilft: etwa alle 20 Minuten mindestens 20 Sekunden in die Ferne schauen, rund 6 Meter weit. Dazu genug Abstand zum Gerät, für Kinder etwa 40 Zentimeter, und möglichst mindestens zwei Stunden am Tag im Freien.

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So geht's

  1. Die 20-20-20-Regel einüben: etwa alle 20 Minuten mindestens 20 Sekunden aus dem Fenster in die Ferne schauen (20 Fuss, rund 6 Meter). Ein Wecker oder die Abmachung «nach jedem Level» hilft, daran zu denken.
  2. Abstand halten: Handy und Tablet nicht direkt vor die Nase. Schweizer Augenärzte nennen für Kinder etwa 40 Zentimeter.
  3. Raus ans Tageslicht: Kinder sollten möglichst mindestens zwei Stunden am Tag draussen sein, auch bei bewölktem Himmel. Draussen ist das Licht viel heller als in der Wohnung, und der Blick geht in die Weite.
  4. Gut sitzen: Füsse flach am Boden, Bildschirm und Tastatur gerade vor dem Körper, die Oberkante des Bildschirms nicht über Augenhöhe. Das Tablet nicht flach auf den Knien, sondern auf einem Ständer oder ein paar Büchern.
  5. Zwischendurch aufstehen: nach einer Übung oder einem Spiel kurz strecken, hüpfen oder etwas trinken.
  6. Lesen ist auch Naharbeit: Pausen und Abstand gelten genauso für Bücher und Hausaufgaben. Für die Augen zählt weniger, worauf das Kind schaut, als wie lange und wie nah.
  7. Abends früh Schluss: Pro Juventute rät, ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen ganz auf Bildschirme zu verzichten.
  8. Ist Ihr Kind schon kurzsichtig, lassen Sie beim Augenarzt regelmässig kontrollieren, ob es zunimmt. Es gibt Behandlungen, die das Fortschreiten bremsen können – welche passt, entscheidet die Augenärztin.

Wann zum Augenarzt?

Diese Anzeichen können auf eine Kurzsichtigkeit hinweisen – dann lohnt sich eine Abklärung beim Augenarzt oder in der Kinderarztpraxis:

  • Ihr Kind kneift beim Blick in die Ferne die Augen zusammen.
  • Es hält Bücher oder Spielsachen sehr nah vor die Augen.
  • Es kann an der Wandtafel schlecht lesen.
  • Mutter oder Vater sind kurzsichtig – Kinder kurzsichtiger Eltern haben selbst ein erhöhtes Risiko.
Gut zu wissen

Kurzsichtigkeit lässt sich mit einer Brille gut korrigieren. Augenärzte raten trotzdem, sie früh zu erkennen und zu behandeln: Ein einmal zu lang gewachsenes Auge wird nicht wieder kürzer.

Und das blaue Licht?

Das blaue Licht des Bildschirms betrifft vor allem den Schlaf: Laut Pro Juventute aktiviert es das Gehirn und erschwert möglicherweise das Einschlafen. Für die Kurzsichtigkeit nennen Augenärzte andere Gründe – lange Naharbeit ohne Pausen, ein zu kleiner Abstand und zu wenig Zeit im Freien. Mehr zum Abend finden Sie auf der Seite «Wo soll das Handy nachts schlafen?».

Gut zu wissen

Kurzsichtigkeit hat mehrere Ursachen, auch die Veranlagung. Zwei Gewohnheiten können Sie aber gut beeinflussen: Pausen beim Nahsehen und viel Zeit draussen – das gilt für das Tablet genauso wie für das Buch.

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Quellen und Hilfe

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Stand: Oktober 2026 · Aus der Montibit-Lektion 0-6 «Gesund am Gerät»

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