Die kurze Antwort
Ja. Eine KI kann eine Stimme täuschend echt nachmachen, manchmal reicht dafür schon eine Aufnahme von wenigen Sekunden, etwa aus einem Video oder einer Sprachnachricht. Eine vertraute Stimme beweist darum nichts, wenn sie Geld, Gold oder einen Code verlangt. Legen Sie auf und rufen Sie die Person über die Nummer an, die Sie schon kennen – oder fragen Sie nach dem Familien-Codewort.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Deepfake: wie er entsteht, wie man ihn erkennt»
Wie macht eine KI eine Stimme nach?
Die KI hört sich Aufnahmen einer Person an und lernt, wie sie klingt und spricht. Danach kann sie mit dieser Stimme Sätze sagen, die die echte Person nie gesagt hat. Manchmal genügen wenige Sekunden, zum Beispiel aus einem öffentlichen Video oder einer weitergeleiteten Sprachnachricht. Genauso lassen sich Gesichter in Videos fälschen. Man nennt solche Fälschungen Deepfakes.
Woran erkennt man einen Betrugsanruf mit KI-Stimme?
Nicht an der Stimme – gute Fälschungen sind kaum zu erkennen. Erkennbar ist der Anruf an dem, was verlangt wird. Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) rät: Verlassen Sie sich weder auf die Stimme noch auf persönliche Angaben des Anrufers. Eine Schocknachricht zusammen mit einer Geldforderung ist ein Zeichen für Betrug.
- Eine schlimme Nachricht: Unfall, Verhaftung, Spital.
- Druck und Eile: Sie sollen sofort handeln, ohne jemanden zu fragen.
- Es geht um Geld, Gold, Schmuck oder einen Code.
- Wer drängelt, wenn Sie selbst zurückrufen wollen, hat etwas zu verbergen.
Wie reagiert man richtig?
- Nicht tun, was der Anrufer verlangt. Das Gespräch sofort beenden, und erneut auflegen, wenn er zurückruft.
- Die angeblich betroffene Person selbst anrufen, über die gespeicherte Nummer – oder eine andere Vertrauensperson.
- Nach dem Familien-Codewort fragen oder eine Frage stellen, die nur die echte Person beantworten kann.
- Nie Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben, auch nicht an Leute in Uniform.
- Den Anruf der Polizei unter 117 melden. Die echte Polizei ruft übrigens nie von der Notrufnummer 117 an.
Was schützt schon vorher?
- Ein Familien-Codewort vereinbaren, das nirgends im Internet steht. Eine KI kennt es nicht.
- Sprachnachrichten nur an Menschen schicken, die man kennt, und Videos mit der eigenen Stimme nur für Bekannte sichtbar machen.
- Mit älteren Angehörigen über die Masche reden, bevor etwas passiert.
- Die SKP rät ausserdem, im Telefonbuch den Vornamen nur abgekürzt eintragen zu lassen.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Deepfake: wie er entsteht, wie man ihn erkennt», genau so, wie sie im Spiel stehen.
So entsteht er
Die KI schaut sich viele Fotos und Videos eines Gesichts an. Sie lernt, wie es lacht und spricht. Dann setzt sie es in ein neues Video.
Bipo: Aus vielen alten Bildern macht sie ein neues.
Auch Stimmen kann man fälschen
Eine KI kann eine Stimme nachmachen. Manchmal reicht dafür schon eine Aufnahme von wenigen Sekunden. Dann sagt die falsche Stimme Dinge, die die echte Person nie gesagt hat.
Bipo: Sprachnachrichten schickst du darum nur an Menschen, die du kennst.
So schützt du dich
Macht in der Familie ein Codewort ab. Ruft jemand mit vertrauter Stimme an und will Geld oder Geheimnisse? Frag nach dem Codewort, leg auf und hol Mama oder Papa.
Bipo: Unser Codewort bleibt geheim. Psst!
Gut zu wissen
Nicht nur Stimmen, auch Gesichter im Videoanruf lassen sich fälschen. Verlassen Sie sich darum nie auf Stimme oder Gesicht allein, sondern auf einen zweiten Weg, den Sie selbst wählen.
MerkeEin Deepfake ist ein Bild, Video oder Ton, von einer KI gefälscht. Prüf die Quelle, nutze ein Familien-Codewort und hol Hilfe.
Wichtige Begriffe
- Deepfake
- Ein Bild, ein Video oder eine Stimme, von einer KI gefälscht.
- Quelle
- Wer etwas gemacht oder gesagt hat. Bei Anrufen ist die sichere Quelle die Nummer, die Sie schon kennen.
- Codewort
- Ein Wort, das nur die Familie kennt und nirgends im Internet steht. Wer am Telefon Geld will, muss es nennen.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Was ist ein Deepfake?
Lösung zeigen
Ein Bild, Video oder Ton, von einer KI gefälscht – Zum Beispiel Bipo mit Entenstimme.
2. Eine vertraute Stimme ruft an und will Geld. Was tust du?
Lösung zeigen
Nach dem Codewort fragen, auflegen und Mama oder Papa holen – Zusammen prüft ihr, ob es echt war.
3. Was ist die beste Spur?
Lösung zeigen
Die Quelle: Wer hat es gemacht? – Berichten auch bekannte Zeitungen oder Sender darüber?
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Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.1.2.e Informationen aus Quellen beschaffen und beurteilen – Das Kind sucht Informationen an verschiedenen Orten und prüft, ob sie stimmen und nützen.
- MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
- MI.1.2.h Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen – Das Kind erkennt, was ein Beitrag will, zum Beispiel verkaufen oder überzeugen.
Quellen und Hilfe
- Schweizerische Kriminalprävention (SKP): Legen Sie einfach auf! (Schockanrufe, auch mit KI-Stimmen)
- Schweizerische Kriminalprävention (SKP): Enkeltrick – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 15-7 «Deepfake: wie er entsteht, wie man ihn erkennt» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).
