Die kurze Antwort
Ruhe bewahren: Wer nur geklickt und nichts eingegeben hat, schliesst die Seite – meist ist nichts passiert. Haben Sie ein Passwort eingegeben, ändern Sie es sofort, auch überall dort, wo Sie dasselbe verwenden, und schalten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung ein. Bei Bank- oder Kartendaten sofort die Bank anrufen und die Karte sperren lassen; einen Schaden melden Sie der Polizei.
Geprüft am 22.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Datenlecks und Identitätsdiebstahl»
Nur geklickt – ist schon etwas passiert?
Meist nicht. Das BACS schreibt, dass heute das blosse Öffnen einer Webseite auf einem aktuellen Gerät nur noch selten zu einer Ansteckung mit Schadsoftware führt. Gefährlich wird es erst, wenn man etwas eingibt, herunterlädt oder installiert. Schliessen Sie die Seite und geben Sie nichts mehr ein. Haben Sie eine Datei heruntergeladen, öffnen Sie sie nicht, sondern löschen Sie sie.
Ich habe ein Passwort eingegeben – was tun?
- Das Passwort sofort auf der echten Seite ändern, über die App oder die selbst eingetippte Adresse.
- Es überall ändern, wo dasselbe oder ein ähnliches Passwort im Einsatz ist – das E-Mail-Konto zuerst, denn darüber lassen sich andere Passwörter zurücksetzen.
- Die Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten und in den Kontoeinstellungen alle fremden Geräte abmelden.
Ich habe Bank- oder Kartendaten eingegeben – was tun?
- Sofort die Bank bzw. die Kartenfirma anrufen und die Karte sperren lassen.
- Haben Sie einen Code per SMS oder App bestätigt, auch das sofort der Bank melden – damit können Betrüger Zahlungen freigeben.
- Die Kontoauszüge in den nächsten Wochen genau prüfen.
- Bei einem finanziellen Schaden Anzeige bei der Kantonspolizei erstatten.
Ich habe etwas installiert – was tun?
Wurde ein Programm oder eine App installiert, etwa ein Fernzugriff-Programm: das Programm deinstallieren und das Gerät von einer Fachperson prüfen lassen. Das BACS rät, bei einer Infektion das ganze System neu aufzusetzen und danach die Passwörter aller Online-Zugänge zu ändern – E-Mail, E-Banking und soziale Netzwerke.
Wo melde ich den Link?
Die Phishing-Mail leiten Sie an reports@antiphishing.ch weiter, den falschen Link können Sie auf antiphishing.ch eintragen. Wünschen Sie eine Antwort, nutzen Sie das Meldeformular des BACS. So helfen Sie auch anderen.
So erklärt es Bipo den Kindern
3 Lernkarten aus der Lektion «Datenlecks und Identitätsdiebstahl», genau so, wie sie im Spiel stehen.
Betroffen? So handelst du
Kein Drama: Sag es Mama oder Papa. Ändert das Passwort sofort, auch überall dort, wo es gleich war. Und schaltet die Zwei-Schritt-Bestätigung ein.
Bipo: Ruhig bleiben, Passwort wechseln, fertig!
Was Diebe damit wollen
Mit einem geklauten Passwort probieren Diebe, sich auch bei anderen Konten anzumelden. Wer überall dasselbe Passwort hat, dem öffnet ein Schlüssel alle Türen.
Bipo: Ein Schlüssel für alle Türen? Das freut nur den Dieb.
Zwei Schritte sind sicherer
Bei der Zwei-Schritt-Bestätigung braucht es neben dem Passwort noch einen Code, zum Beispiel vom Handy. Ein Dieb mit dem Passwort allein kommt nicht hinein.
Bipo: Zwei Schlösser sind besser als eins!
Gut zu wissen
Schämen muss sich niemand: Phishing-Seiten sind heute sehr gut gemacht. Je schneller Sie handeln, desto kleiner ist der Schaden.
MerkeEin Datenleck ist nicht deine Schuld. Sag es Mama oder Papa, ändert das Passwort überall, wo es gleich war, und schaltet die Zwei-Schritt-Bestätigung ein.
Wichtige Begriffe
- Datenleck
- Eine Firma verliert Kundendaten wie E-Mail-Adressen und Passwörter. Auch dann gilt: das Passwort sofort ändern, überall, wo es gleich war.
- Identitätsdiebstahl
- Jemand nutzt gestohlene Daten, um sich als Sie auszugeben, zum Beispiel aus Ihrem Konto heraus.
- Zwei-Schritt-Bestätigung
- Neben dem Passwort braucht es einen Code oder eine Bestätigung auf dem Handy. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht.
Testen Sie sich
Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.
1. Deine Adresse war in einem Datenleck. Was tust du zuerst?
Lösung zeigen
Mama oder Papa holen – Dann ändert ihr zusammen das Passwort.
2. Was braucht es bei der Zwei-Schritt-Bestätigung zusätzlich zum Passwort?
Lösung zeigen
Einen Code vom Handy – Das Passwort allein reicht dann nicht.
3. Warum ist dasselbe Passwort überall gefährlich?
Lösung zeigen
Ein Schlüssel öffnet alle Türen – Diebe probieren es bei anderen Konten aus.
Selbst ausprobieren
«Datenlecks und Identitätsdiebstahl»
Lektion 7 von 10 aus der Welt «Sicherheits-Agent»
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Verwandte Fragen
- Wie erkenne ich eine Phishing-Mail?
- Mein Konto wurde gehackt – was tun?
- Wo kann ich eine Phishing-Mail melden?
- Was ist Zwei-Faktor-Authentifizierung?
- Ist E-Banking sicher und wie schütze ich mich?
Für Lehrpersonen: passt zum Lehrplan 21
- MI.2.3.h Datenverlust und Schutzmassnahmen – Das Kind weiss, wie Daten verloren gehen können und wie man sie schützt, etwa mit Passwort, Update und Sicherungskopie.
- MI.1.3.d Sicherheitsregeln zu persönlichen Daten in eigenen Beiträgen – Das Kind gibt in eigenen Beiträgen keine persönlichen Daten preis (Name, Adresse, Passwort).
Quellen und Hilfe
- BACS (Bundesamt für Cybersicherheit): Phishing, Vishing, Smishing
- BACS: Konto gehackt oder Daten abgeflossen
- BACS: Mythen zu Schadsoftware und Massnahmen bei Verdacht auf eine Infektion
- antiphishing.ch: Phishing melden
Geprüft am 22.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 10-6 «Datenlecks und Identitätsdiebstahl» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten
Hinweis: Allgemeine Information, keine persönliche, rechtliche oder medizinische Beratung. Im Notfall: Polizei 117 (Schweiz) bzw. 112 (Europa), bei Betrug sofort die eigene Bank. Kinder und Jugendliche finden Hilfe bei der 147 (Schweiz).