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Games

Machen gewalttätige Videospiele aggressiv?

  • Für Eltern
  • Erklärt
  • 6 Minuten lesen

Die kurze Antwort

Nach heutigem Wissen machen gewalthaltige Games Kinder nicht einfach gewalttätig. Viele Studien finden einen kleinen Zusammenhang mit aggressivem Verhalten; wie gross er ist, ist unter Fachleuten umstritten, und dass Games zu Gewalttaten führen, ist nicht belegt. Familie, Umfeld und der Zugang zu Waffen spielen eine grössere Rolle. Wichtig ist trotzdem, dass ein Spiel zum Alter passt – und wenn ein Spiel Angst macht: aufhören und darüber reden.

Geprüft am 23.10.2026 · aus der Montibit-Lektion «Gewalt in Games und das Alterszeichen»

Was zählt als Gewalt in Games?

In vielen Spielen wird gekämpft, geschossen oder jemand verletzt. Das ist Gewalt, aber nicht jede sieht gleich aus. Mal ist sie bunt wie im Comic, mit Farbklecksen, Wasser oder Schleim. Mal sieht sie fast echt aus, mit echten Waffen und Blut. Je echter die Gewalt wirkt, desto höher ist meist das Alterszeichen. Ein Shooter, in dem man zielt und schiesst, kann darum für Kinder gemacht sein oder für Erwachsene.

Was weiss man über Games und Aggression?

Ganz einig ist sich die Forschung nicht, Fachleute streiten seit Jahren darüber. Viele Studien finden einen kleinen Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Games und aggressivem Verhalten, etwa Anschreien oder Schubsen. Andere Forschende halten ihn für so klein, dass er im Alltag kaum zählt, und weisen auf Schwächen der Studien hin. Eine Auswertung, die die grossen Studienübersichten beider Seiten verglichen hat, kommt zum Schluss: Die Wirkung ist fast immer sehr klein. Der Fachverband der Psychologinnen und Psychologen in den USA (APA) hält 2020 fest, dass es keinen genügenden Beleg gibt, dass gewalthaltige Games zu Gewalttaten führen. Die Plattform Jugend und Medien des Bundes schreibt, der Zusammenhang mit aggressivem Verhalten im Alltag gelte als sehr gering. Andere Dinge wiegen schwerer:

  • die Situation in der Familie,
  • das soziale Umfeld, also Freunde, Schule und Nachbarschaft,
  • ob jemand Zugang zu echten Waffen hat.

Warum zählt das Alterszeichen trotzdem?

Das Alterszeichen sagt nicht, ob ein Spiel schwierig ist, sondern ob Bilder und Geschichte zum Alter passen. Kleine Symbole daneben zeigen, was drin ist, zum Beispiel Gewalt oder Angst. Das Alterszeichen ist ein Schutz, keine Empfehlung: Ein Spiel ab 12 ist nicht automatisch gut für jedes Kind ab 12. Damit Spiele auch für Jüngere freigegeben werden, zeigen sie die Folgen von Gewalt oft nicht. Darum wird den Herstellern von Shooter- und Actionspielen vorgeworfen, Gewalt zu verharmlosen. Ein Spiel ab 18 ist für Erwachsene gemacht – das darf ein Kind auch so hören.

Was tun, wenn ein Spiel Angst macht?

  1. Neue Spiele zuerst gemeinsam ausprobieren, dann sehen Sie selbst, was vorkommt.
  2. Auf Anzeichen achten: Erzählt Ihr Kind von gruseligen Bildern, geht ihm eine Szene nicht mehr aus dem Kopf?
  3. Sagen Sie Ihrem Kind: Aufhören ist mutig, nicht feige. Es darf jederzeit stoppen und zu Ihnen kommen.
  4. Darüber reden: Was hat dir Angst gemacht? Reden macht gruselige Bilder kleiner.
  5. Ein Spiel, das nicht zum Alter passt, beiseitelegen und ein passendes suchen, ohne Strafe.

Und die Gefahr im Chat?

Bei Online-Spielen kommt neben den Bildern eine weitere Gefahr dazu: Man kann mit Fremden schreiben und sprechen und weiss nie sicher, wer dahintersteckt. Stellen Sie bei einem neuen Spiel zusammen ein, wer mit Ihrem Kind chatten darf – am besten nur Freunde, die es kennt. Ihr Kind verrät nichts Privates, trifft niemanden und sagt es Ihnen, wenn jemand drängt.

So erklärt es Bipo den Kindern

3 Lernkarten aus der Lektion «Gewalt in Games und das Alterszeichen», genau so, wie sie im Spiel stehen.

  • Was ist Gewalt in Games?

    In manchen Spielen wird gekämpft, geschossen oder jemand verletzt. Das ist Gewalt. Mal sieht sie aus wie im Comic, mal fast echt. Je echter, desto höher ist meist das Alter.

    Bipo: Comic-Schleim ist etwas anderes als echte Kämpfe.

  • Shooter

    Im Shooter zielt und schiesst man. Manche sind bunt, mit Farbklecksen oder Wasser. Viele zeigen aber echte Waffen und Blut. Die sind für Jugendliche oder Erwachsene gemacht.

    Bipo: Ab 18 heisst: noch lange nicht für mich. Das ist okay.

  • Wenn ein Game Angst macht

    Macht dir ein Spiel Angst? Geht es dir nicht aus dem Kopf? Hör auf und erzähl es Mama oder Papa. Das ist mutig. Neue Spiele probiert ihr zuerst zusammen aus.

    Bipo: Reden macht gruselige Bilder kleiner.

MerkeDas Alterszeichen sagt, ob ein Spiel zu deinem Alter passt, die kleinen Bilder zeigen, warum. Macht ein Spiel Angst oder bedrängt dich jemand im Chat: aufhören und Mama oder Papa holen.

Wichtige Begriffe

Gewalt
Wenn jemand verletzt, bekämpft oder bedroht wird. In Games reicht sie von bunten Comic-Kämpfen bis zu fast echten Bildern.
Shooter
Ein Spiel, in dem man zielt und schiesst. Manche sind für Kinder gemacht, viele mit echten Waffen und Blut für Erwachsene.
Alterszeichen
Die Zahl auf dem Spiel, zum Beispiel PEGI 12. Sie sagt, ab welchem Alter Bilder und Geschichte passen.

Testen Sie sich

Fragen aus dem Test der Lektion. Tippen Sie auf eine Antwort.

  1. 1. Ein Spiel macht dir Angst. Was ist richtig?

    Lösung zeigen

    Aufhören und es Mama oder Papa erzählen – Aufhören ist mutig. Reden macht die Angst kleiner.

  2. 2. Im Chat eines Spiels fragt dich jemand nach deiner Adresse. Was tust du?

    Lösung zeigen

    Nichts verraten und es Mama oder Papa sagen – Du weisst nie sicher, wer dahintersteckt.

  3. 3. Was sagt die Zahl auf dem Alterszeichen?

    Lösung zeigen

    Ob Bilder und Geschichte zu deinem Alter passen – Eine 12 heisst: ab 12 Jahren, nicht schwierig.

Selbst ausprobieren

Die Lektion dazu

«Gewalt in Games und das Alterszeichen»

Lektion 8 von 12 aus der Welt «Spiele-Werkstatt»

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Mehr dazu im Spiel: «Faire Spiele und die Spiele-Welt» · «Gaming»

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  • MI.1.1.e Chancen und Risiken der Mediennutzung – Das Kind kennt Chancen und Gefahren wie Sucht, Schuldenfallen oder Cybermobbing und passt sein Verhalten an.
  • MI.1.2.b Gefühle bei der Mediennutzung benennen – Das Kind merkt und sagt, welche Gefühle Medien bei ihm auslösen.
  • MI.1.4.b Medien für gemeinsames Arbeiten nutzen, Sicherheitsregeln befolgen – Das Kind arbeitet und tauscht sich mit Medien aus und hält sich an Sicherheitsregeln.

Quellen und Hilfe

Geprüft am 23.10.2026. Die Erklärung beruht auf der Montibit-Lektion 18-6c «Gewalt in Games und das Alterszeichen» und den genannten Quellen. Sie wurde mit KI-Hilfe ausformuliert und vor dem Veröffentlichen geprüft. Herausgeber: Montibit (Textil-Point GmbH) · So entstehen unsere Antworten

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